Hanwha SolarOne meldet einen Vertriebserfolg aus Großbritannien. Das Unternehmen hat auch auf dem eigenen Fabrikdach in China eine große Solaranlage. / Foto: Unternehmen

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Hanwha SolarOne soll Module nach England liefern

Einen Nachfolgeauftrag aus Großbritannien hat der chinesisch-koreanische Solarhersteller Hanwha SolarOne Co. Ltd. erhalten. Die im chinesischen Qidong ansässige Tochter des koreanischen Chemiekonzerns Hanwha Chemicals soll Solarmodule mit zusammen 9,5 Megawatt (MW) Leistungskapazität für zwei Solarparks in den Grafschaften Hampshire und Oxfordshire liefern. Auftraggeber ist Ikaros Solar. Das erste der beiden Freiflächen-Vorhaben soll auf 3 MW Kapazität kommen, das zweite auf 6,5 MW. Ikaros Solar ist nach Unternehmensangaben seit längerem Kunde der für Europa zuständigen Hanwha SolarOne GmbH. In diesem Jahr hatte Ikaros bereits für einen Freiflächensolarpark in Norfolk auf Technik von Hanwha Solar gesetzt.

Großbritannien steht vor einer neuerlichen Reform der Rahmenbedingungen für den Betrieb von Photovoltaikanlagen. Aktuell sind größere Solaranlagen ab 5 MW Leistung im Visier der Reformbemühungen. Zur Debatte steht, ob das sogenannte RO-Programm (Renewables Obligation) zum 1. April 2015 auslaufen soll. Die Analysten der US-Marktforschungsagentur IHS gehen deshalb davon aus, dass viele Bauherren und Projektierer großer Freiflächenanlagen versuchen werden, ihre Vorhaben noch vor der Reform umzusetzen. Das würde nach Schätzung des IHS dazu führen, dass Solaranlagen mit bis zu 3.000 MW Kapazität kurzfristig fertiggestellt werden könnten. Ob das RO-Programm tatsächlich im April 2015 ausläuft, soll sich im kommenden Monat entscheiden.

Die in Deutschland gehandelte Tranche der Aktie von Hanwha SolarOne legte heute bis 13:49 Uhr 4,4 Prozent an Wert zu und notierte bei 1,71 Euro. Damit ist sie zwar rund 14 Prozent billiger als vor einem Monat. Auf Jahressicht stieg ihr Kurs jedoch um 35 Prozent.

Hanwha SolarOne Co. Ltd.: ISIN US41135V1035 / WKN A1H6P5
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