Die Konzernzentrale von Wacker Chemie in München. / Quelle: Unternehmen

05.11.14 Aktientipps

Hat die Aktie des Solarzulieferers Wacker Chemie AG noch Luft nach oben?

Seit die Wacker Chemie AG aus München vor rund drei Monaten einen Gewinnsprung meldete, hat deren Aktie im Xetra zweistellig zugelegt, von rund 88 auf über 97 Euro. Zuletzt hat die Nachricht von einer positiven Ergebnisentwicklung auch im dritten Quartal den Aktienkurs des Unternehmens beflügelt, das zu den weltweit größten Herstellern von Silizium für die Solarbranche zählt. Für Christian Schöndube, Analyst der WGZ Bank, ist das Kurspotential des Anteilsscheins von Wacker Chemie damit aber noch immer nicht ausgereizt. Er nennt als Kursziel 104 Euro. Er empfiehlt, die Beteiligung zu halten.

Schöndube verweist darauf, dass die Siliziumproduzentin Ende letzter Woche neben aktuellen Geschäftszahlen auch eine zuversichtliche Prognose für das Gesamtjahr vorgelegt hat (hier  erfahren Sie mehr darüber). Die Zielsetzung für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von einer Milliarde Euro übertreffe seine bisherige eigene Einschätzung. Der Analyst erhöht seine Schätzung für den Jahresgewinn je Aktie von Wacker Chemie deutlich 2,53 auf 4,30 Euro. Für 2015 prognostizierte der Experte der WGZ Bank einen Jahresgewinn je Aktie von 3,77 Euro. Bislang hatte er dem Unternehmen im kommenden Jahr nur einen Jahresgewinn je Aktie von 2,77 Euro zugetraut.

Schöndube weist darauf hin, dass sich der Preis für Solarsilizium inzwischen stabilisiert hat, nachdem er über Jahre hinweg stark gesunken war. Dennoch rät Schöndube zur Vorsicht. Die tatsächliche Preisentwicklung bei Solarsilizium sei weiterhin ungewiss und es sei durchaus möglich, dass künftig wieder neue Überkapazitäten entstehen könnten, die Preis für diesen Rohstoff erneut unter Druck bringen würden.

Wacker Chemie AG: ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x