16.08.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Hiobsbotschaft für First Solar

Die Hoffnungen des US-amerikanischen Solarkonzerns First Solar, in China eine Mega-Photovoltaikanlage zu errichten, drohen sich zu zerschlagen. Das geht aus einem Bericht der 'Washington Post' hervor. Das Unternehmen aus Tempe im Bundesstaat Arizona hatte im vergangenen September eine Absichtserklärung mit einheimischen Behörden unterzeichnet, laut der die Amerikaner in der Provinz Innere Mongolei zunächst ein Demonstrationsprojekt mit 30 Megawatt (MW) umsetzen soll. Der Beginn war für diesen Sommer geplant. In weiteren Phasen sollten bis 2014 Solarparks mit 100 bzw. mit 870 MW nahe der Metropole Ordos entstehen. Verabredet worden war ferner, dass First Solar vor Ort in Ordos eine Produktionsstätte für Solarmodule errichtet. Solaranlagen mit weiteren 1.000 MW sollten dann bis 2019 entstehen.

Seither ist First Solar jedoch auf viele Hindernisse gestoßen, die die Pläne verzögert haben. Unter anderem müssen die Amerikaner zunächst ein einheimisches Energieunternehmen als Partner für die Projekte gewinnen. Ausländische Grünstromprojektierer dürfen in China nur in Partnerschaft mit chinesischen Firmen agieren. Jetzt wurde der Start des ersten Projektes von First Solar auf 2011 verschoben. Laut dem Zeitungsbericht stocken überdies die Verhandlungen über einen verbindlichen Vertrag. Offenbar gebe es seitens der chinesischen Offiziellen Bestrebungen, das Geschäft lieber mit einheimischen Solarfimren abzuschließen. Ein Regierungsvertreter habe nun angekündigt, dass für die Mega-Photovoltaikanlage das Beiterverfahren neu eröffnet werde.

First Solar Inc.: ISIN: US3364331070 / WKN: A0LEKM
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x