06.05.08

Holcim AG: 1. Quartal 2008

    * Konzerngesellschaften in Südafrika und Ägypten aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden; Vorjahresvergleich nur auf vergleichbarer Basis aussagekräftig
    * Zement- und Transportbetonlieferungen auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent respektive 11,7 Prozent gesteigert; Zuschlagstoffabsatz fiel um 5,5 Prozent
    * Nettoverkaufsertrag erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 7,4 Prozent
    * Betrieblicher EBITDA verbesserte sich auf vergleichbarer Basis um 0,6 Prozent
    * Konzerngewinn – Anteil Aktieninhaber Holcim Ltd – stieg um 3,9 Prozent auf HF 370 Millionen
    * Internes betriebliches EBITDA-Wachstumsziel für 2008 bleibt unverändert.

Veränderter Konsolidierungskreis
Wegen gewichtigen Veränderungen im Konsolidierungskreis ist es schwierig, Vergleiche zwischen dem 1. Quartal 2008 und den Resultaten der Vorjahresperiode zu machen. Holcim Südafrika wird seit dem Verkauf der Mehrheit im Juni 2007 nicht mehr konsolidiert. Das gilt seit Januar dieses Jahres auch für Egyptian Cement, an der Holcim weiterhin mit 44 Prozent beteiligt ist. Mit den Abgängen reduziert sich die konsolidierte Zementkapazität um rund 8 Millionen Tonnen; gleichzeitig fallen substantielle Mengen von Zuschlagstoffen und Transportbeton weg. Der kleinere Konsolidierungskreis hat sowohl das Gewicht dieser Region im Konzern verändert als auch auf die Gesamtergebnisse durchgeschlagen. Zudem haben sich die finanziellen Ergebnisse durch die Abschwächung der meisten Fremdwährungen um rund 7 Prozent zurückgebildet. Dennoch weist Holcim auch für das 1. Quartal 2008 operativ ein positives organisches Wachstum* aus. Drei von fünf Konzernregionen haben dazu beigetragen.

* Unter Ausklammerung des Währungseinflusses und der Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Absatzentwicklung und finanzielle Ergebnisse
Die Zementlieferungen nahmen im Konzern um 1,2 Prozent auf 34,2 Millionen Tonnen und der konsolidierte Zuschlagstoffabsatz um 9,7 Prozent auf 32,7 Millionen Tonnen ab. Das Transportbetonvolumen stieg um 11,7 Prozent auf 10,5 Millionen Kubikmeter. Die Asphaltverkäufe bildeten sich um 9,5 Prozent auf 1,9 Millionen Tonnen zurück.

Resultate 1. Quartal 2008 - Konzern

Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag ging um 3,8 Prozent auf CHF 5,509 Milliarden zurück. Der betriebliche EBITDA sank um 14,2 Prozent auf CHF 1,151 Milliarden. Klammert man die Veränderungen im Konsolidierungskreis von CHF 109 Millionen und den negativen Währungseinfluss von CHF 90 Millionen aus, dann nimmt der betriebliche EBITDA um 0,6 Prozent zu. Die betriebliche EBITDA-Marge erreichte 20,9 Prozent (1. Quartal 2007: 23,4). Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit war wegen des tieferen betrieblichen EBITDA und einer quartalsbedingten Zunahme beim Nettoumlaufvermögen negativ und erreichte CHF -158 Millionen. Dank eines verbesserten Finanzergebnisses reduzierte sich der Konzerngewinn nur geringfügig um 3,2 Prozent auf CHF 513 Millionen. Bezogen auf den Anteil der Aktieninhaber Holcim Ltd stieg er um 3,9 Prozent auf CHF 370 Millionen.

Regionale Einflussfaktoren
Die Konzernregion Europa ist gut ins neue Jahr gestartet. Viele Konzerngesellschaften haben trotz der frühen Osterfeiertage, die 2008 ins 1. Quartal fielen, mehr Baustoffe verkauft.

Resultate 1. Quartal 2008 - Konzernregion Europa

Bezogen auf das Vorjahresquartal waren die Zementverkäufe in Nordfrankreich und in Belgien fast unverändert. In Grossbritannien konnte Aggregate Industries UK den Zuschlagstoffversand knapp halten. Unter Einbezug der witterungsbedingt tieferen Exporte aus den Steinbrüchen in Schottland und Norwegen für die Märkte entlang der Nord- und Ostsee nahm der Zuschlagstoffabsatz dieser Konzerngesellschaft ab. Die Transport-betonvolumen zogen dank der regen Bautätigkeit in und um London an. Holcim Spanien spürte den markanten Rückgang im Wohnbau, der nur teilweise mit Lieferungen in andere Bausektoren kompensiert werden konnte. Deshalb nahmen die Zement- und Zuschlagstoffmengen deutlich ab. Allerdings sind die Verkäufe beim Transportbeton leicht gestiegen. Holcim Deutschland setzte im Inland und im Export mehr Zement ab; gleich-zeitig erhöhte sie den Ausstoss von Zuschlagstoffen. Holcim Schweiz profitierte vom guten Bauwetter. Auch Holcim Italien lieferte mehr Zement und Transportbeton, aber weniger Kies und Sand.

In Ost- und Südosteuropa nahmen die Bauinvestitionen – getragen von einer gesunden Konjunktur – fast ausnahmslos zu. Im Zement erzielte Holcim Rumänien innerhalb der Konzernregion Europa den grössten Zuwachs. Auch die Konzerngesellschaften in der Slowakei und in Serbien operierten erfolgreich. Die Zuschlagstoffverkäufe sind in ganz Osteuropa überdurchschnittlich angestiegen. Spitzenreiter waren Kroatien, Rumänien und die Slowakei. Beim Transportbeton stechen Rumänien und Serbien hervor. Trotz grösserer Unterhaltsarbeiten in den russischen Werken – gerade auch zugunsten des Umweltschutzes – hat sich Alpha Cement gut im Inland behauptet. In Aserbaidschan produzierte das Werk Garadagh am Kapazitätslimit.

In Europa erhöhten sich die konsolidierten Zementlieferungen wegen Spanien und Russland nur um 1,4 Prozent auf 7,3 Millionen Tonnen. Der Versand von Zuschlagstoffen nahm um 4,8 Prozent auf 21,8 Millionen Tonnen ab. Die Transportbetonvolumen stiegen hingegen um 9,3 Prozent auf 4,7 Millionen Kubikmeter; sie widerspiegeln den regen Bedarf in London, Frankreich und Italien sowie in den osteuropäischen Märkten. Beim Asphalt ergab sich ein Rückgang um 6,3 Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Europa ging um 2,5 Prozent auf CHF 424 Millionen zurück und reflektiert die schwächere Bautätigkeit auf der Iberischen Halbinsel und den niedrigeren Ergebnisbeitrag von Aggregate Industries UK. Hinzu kommt, dass Holcim France Benelux Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Optimierungen im IT-Bereich verbuchte. Alle anderen Konzerngesellschaften erzielten bessere Resultate. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 2,3 Prozent.

Zu Nordamerika: In den USA hielt die Immobilienkrise – verschärft durch die Turbulenzen auf den Kreditmärkten – unvermindert an. Der Wohnbau ging weiter zurück. Das mehrjährige Infrastrukturprogramm der Regierung glich diesen Rückgang nur zu einem kleinen Teil aus. Knapp behauptet hat sich der gewerblich-industrielle Bau. Per saldo nahm die US-Bautätigkeit spürbar ab. Dagegen waren die Baufirmen in Kanada mehrheitlich gut ausgelastet. Viel gebaut wird nach wie vor im Stammmarkt Quebec von St. Lawrence Cement.

Resultate 1. Quartal 2008 - Konzernregion Nordamerika

Der konsolidierte Zementversand der Konzernregion Nordamerika reduzierte sich um 6,9 Prozent auf 2,7 Millionen Tonnen. Vom konjunkturbedingten Rückgang am stärksten betroffen waren der Nordosten der Vereinigten Staaten und die Region der Grossen Seen. Stabiler entwickelten sich die Verkäufe in Texas und Oklahoma. Holcim US hat den Import von Zement aus Übersee gestoppt und die lokale Produktion punktuell zurückgefahren. Wie angekündigt übernahm Holcim US am Jahresanfang das Zementgeschäft von St. Lawrence Cement im Nordosten der USA. Deshalb war der Absatzrückgang bei der US-Konzerngesellschaft weniger stark als der Marktdurchschnitt. Die Zementverkäufe von St. Lawrence Cement haben im neu definierten Heimmarkt Kanada leicht zugenommen. Es ist der Konzerngesellschaft gelungen, in Quebec mehr Zement auszuliefern und damit dem rückläufigen Wohn- und Industriebau in Ontario entgegenzuwirken.

Aggregate Industries US litt ebenfalls unter dem Rückgang der Bautätigkeit, und der Absatz von Zuschlagstoffen und Asphalt nahm entsprechend ab. Beim Transportbeton ergab sich wegen der im letzten Sommer getätigten Akquisition von Hardaway Concrete in South Carolina ein leichtes Plus. Auch St. Lawrence Cement verkaufte weniger Zuschlag-stoffe. Die Transportbetonvolumen lagen hingegen deutlich über dem Vorjahr. Die Konzerngesellschaft beliefert derzeit einige betonintensive Baustellen im Strassenbau.

Konsolidiert nahmen die Zuschlagstofflieferungen in Nordamerika um 7,1 Prozent auf 6,5 Millionen Tonnen ab. Der Transportbetonabsatz stieg um 22,2 Prozent auf 1,1 Millionen Kubikmeter.

Verstärkt durch den Dollar-Zerfall ging der konsolidierte betriebliche EBITDA um 182,4 Prozent auf CHF -14 Millionen zurück. Auch das interne betriebliche EBITDA-Wachstum nahm um -182,4 Prozent ab. Holcim US hat den Nachfragerückgang nicht durch Produktivitätsfortschritte auffangen können. St. Lawrence Cement weist im 1. Quartal 2008 wie im Vorjahr saisonal bedingt einen Verlust aus, und auch das Ergebnis von Aggregate Industries US ist wegen des zu Jahresbeginn traditionell schwachen Strassenbaus negativ. Verglichen mit der Vorjahresperiode hat sich jedoch der Betriebsverlust verkleinert. Dies bestätigt die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen zur Kostensenkung.

In Lateinamerika ist die Bauwirtschaft nach wie vor in einer robusten Verfassung. Trotz der "Semana Santa", die in diesem Jahr auf das 1. Quartal fiel, hat der Zementverbrauch in allen Holcim-Märkten zugenommen. Investitionsschwerpunkte lagen einmal mehr sowohl im staatlichen als auch im privaten Wohnbau. Grosse Projekte zum Ausbau der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur fielen ins Gewicht.

Resultate 1. Quartal 2008 - Konzernregion Lateinamerika

Die mexikanische Holcim Apasco steigerte ihre Mengen in allen Segmenten, besonders deutlich beim Transportbeton, aber auch die Klinkerexporte zogen stark an. Alle Konzerngesellschaften in Zentralamerika profitierten von der guten Auftragslage, und insbesondere bei Holcim Costa Rica nahmen die Zementvolumen deutlich zu.

Anhaltend kräftig war die Zementnachfrage in Venezuela. In Kolumbien konnte Holcim die Lieferungen von Zement und Transportbeton weiter steigern. Holcim Brasilien hat in allen Segmenten mehr verkauft; der Fokus lag vermehrt auf margenstarken Produkten. Auch in Chile war der Geschäftsgang besser. Minetti in Argentinien produzierte an der Kapazitätsgrenze. Hier nahmen die Transportbetonlieferungen dank einem grossen Autobahnprojekt um mehr als einen Drittel zu.

Der konsolidierte Zementversand erhöhte sich in Lateinamerika um 4,8 Prozent und erreichte 6,6 Millionen Tonnen. Mit 3 Millionen Tonnen blieb der Zuschlagstoffabsatz unverändert. Beim Transportbeton nahmen die Lieferungen um 16,7 Prozent auf 2,8 Millionen Kubikmeter zu.

Trotz steigender Energiekosten haben die meisten Konzerngesellschaften in Lokalwährung besser abgeschlossen. Darin widerspiegeln sich die positive Volumenentwicklung und das mehrheitlich günstige Preisumfeld. Es wirkten sich aber auch eine ganze Reihe von Betriebsoptimierungen und der verstärkte Einsatz von alternativen Brennstoffen positiv aus. Wegen den ungünstigen Währungsrelationen nahm allerdings der betriebliche EBITDA um 6,6 Prozent auf CHF 284 Millionen ab. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 5,9 Prozent.

Im April hat die venezolanische Regierung Holcim Venezuela mitgeteilt, dass sie alle im Land tätigen ausländischen Zementproduzenten verstaatlichen will. Ziel sei es, mindestens 60 Prozent des Aktienkapitals der betroffenen Gesellschaften in Staatsbesitz zu überführen. Holcim wird in den laufenden Verhandlungen ihre Interessen und diejenigen der Mitarbeiter auch im Rahmen des zwischen der Schweiz und Venezuela bestehenden Investitionsschutzabkommens verteidigen. Holcim Venezuela wird bis auf weiteres normal produzieren und den Markt effizient bedienen.

Die Konzernregion Afrika, Naher Osten hat sich im 1. Quartal 2008 konjunkturell gut behauptet. Das war insbesondere an der nordafrikanischen Küste und im Indischen Ozean der Fall. Dort gibt der Bausektor der wirtschaftlichen Entwicklung weiterhin Auftrieb.

Resultate 1. Quartal 2008 - Konzernregion Afrika, Naher Osten

Dank des neuen Zementwerkes Settat profitierte Holcim Marokko überdurchschnittlich vom landesweiten Bauboom. Der Zementabsatz stieg um fast 50 Prozent. Auch bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton ergaben sich hier zweistellige Zuwachsraten. Im Libanon fehlten der Baubranche dringend notwendige Impulse. In Westafrika und im Indischen Ozean nahmen die Zementverkäufe ebenfalls zu; auf La Réunion begünstigten der Strassen- und Wohnbau das Transportbetongeschäft.

Nachdem die Aktienmehrheit von Egyptian Cement in neue Hände übergegangen und der Joint-Venture-Vertrag ausgelaufen ist, hat Holcim die bisher anteilsmässig berücksichtigten Mengen nur noch bis 23. Januar 2008 konsolidiert. Seit dem Verkauf der Mehrheit an Holcim Südafrika im Juni 2007 wird die verbleibende Beteiligung von 15 Prozent gemäss der Equity-Methode in der Konzernrechnung berücksichtigt.

Aufgrund der gewichtigen Abgänge im Konsolidierungskreis nahm der Zementversand per saldo um 37,5 Prozent auf 2,5 Millionen Tonnen ab. Die Zuschlagstofflieferungen bildeten sich um 84 Prozent auf 0,4 Millionen Tonnen zurück, und der Transportbetonabsatz verminderte sich um 66,7 Prozent auf 0,2 Millionen Kubikmeter. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Zementverkäufe in dieser Konzernregion um 10 Prozent. Die Zuschlagstoffmengen und die Transportbetonvolumen konnten gehalten werden.

Der betriebliche EBITDA nahm in dieser Konzernregion um 46,4 Prozent auf CHF 105 Millionen ab. Sowohl Holcim Marokko als auch Holcim Outre-Mer haben ihren Ergebnisbeitrag erhöht. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte auf vergleichbarer Vorjahresbasis beachtliche 13,3 Prozent.

In Asien, Ozeanien ist die Bauwirtschaft im 1. Quartal 2008 erneut gewachsen. Der Zementverbrauch stieg in praktisch allen von Holcim bedienten Märkten. Insbesondere in Indien, Vietnam, auf den Philippinen und in Indonesien war die Bautätigkeit lebhaft.

Resultate 1. Quartal 2008 - Konzernregion Asien, Ozeanien

Der Zementversand der beiden indischen Konzerngesellschaften übertraf das Vorjahresniveau deutlich. In einigen Regionen gab es jedoch saisonal bedingte Nachfrageschwankungen. Vor allem der Wohn- und Gewerbebau sowie grössere Infrastrukturprojekte sorgten für einen steigenden Baustoffbedarf. In Malaysia, Bangladesch und Vietnam nahmen die Zementlieferungen überdurchschnittlich zu. In Thailand blieb das Investitionsklima verhalten. Ende 2007 hat Siam City Cement aus Kostengründen zwei kleinere Ofenlinien im Werk Saraburi temporär stillgelegt. Die Konzerngesellschaft exportierte deshalb weniger Klinker und Zement. Sowohl in Indonesien als auch auf den Philippinen konzentrierten sich die Konzerngesellschaften auf den attraktiveren Binnenmarkt. Die im Vorjahr per Ende Mai erworbene Jurong Cement Limited in Singapur hat fast zur Verdoppelung des Transportbetonabsatzes in diesem Stadtstaat geführt.

Bei Cement Australia und Holcim Neuseeland bewegten sich die Zementverkäufe in der Grössenordnung der Vorjahresperiode. In Neuseeland gingen die Lieferungen von Zuschlagstoffen und Transportbeton zurück.

Die konsolidierten Zementmengen verbesserten sich in Asien, Ozeanien um 5,7 Prozent auf 16,8 Millionen Tonnen. Die Absatzsteigerung bei den Zuschlagstoffen um 25 Prozent auf 1 Million Tonnen ist hauptsächlich auf die neu konsolidierten Mengen der Steinbrüche in Thailand und die erfreuliche Marktverfassung in Indonesien zurückzuführen. Am markantesten war das Wachstum mit einem Plus von 41,7 Prozent auf 1,7 Millionen Kubikmeter beim Transportbeton. Der Anstieg widerspiegelt den Ausbau der Marktpräsenz in Singapur und in anderen wichtigen regionalen Ballungszentren.

Trotz der günstigen Volumenentwicklung nahm der betriebliche EBITDA um 9,2 Prozent auf CHF 403 Millionen ab. Das interne Wachstum war mit -3,8 Prozent ebenfalls negativ. Obschon an verschiedenen Werksstandorten betriebliche Verbesserungen vorgenommen wurden, war es nicht möglich, alle Preissteigerungen zu überwälzen. Der grösste Kostenschub kam von den höheren Einkaufspreisen für Kohle, Klinkerzukäufen und den stark gestiegenen Frachtkosten. Diese Faktoren haben insbesondere die beiden Konzerngesellschaften in Indien getroffen. Zudem haben mehrere wichtige Währungen in der Region parallel zum US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken markant an Wert verloren. Einen höheren Ergebnisbeitrag leisteten die Konzerngesellschaften auf den Philippinen, in Indonesien und Singapur.

Im Februar 2008 hat die chinesische Huaxin Cement die Kapitalerhöhung mittels Privatplazierung abgeschlossen. Im Rahmen dieser Mittelbeschaffung konnte der Konzern die Beteiligung an diesem bedeutenden Zementhersteller von 26,1 Prozent auf 39,9 Prozent aufstocken. Damit ist Holcim grösster Aktionär dieser dynamischen Gesellschaft mit einer Jahreskapazität von derzeit 32 Millionen Tonnen Zement.


Ausblick
Wie sich die Konjunktur in den verschiedenen Regionen im Jahresverlauf entwickeln wird, ist schwierig abzuschätzen. Tatsache ist, dass namhafte internationale Organisationen die Wachstumsprognosen in jüngster Zeit zurückgenommen haben. Holcim ist aber dank der weltweiten Präsenz und einer soliden Verankerung in den "Emerging Markets" sehr gut positioniert. Holcim’s Ziel ist es, in den kommenden Monaten die wachsende Inflation und insbesondere die Energieverteuerung durch Kosteneinsparungen und Preisanpassungen zu kompensieren, um so auch 2008 das langfristige interne betriebliche EBITDA-Wachstumsziel von 5 Prozent zu erreichen.


Kontakt:
Bernhard A. Fuchs
Head Investor Relations
Phone +41 58 858 86 62
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x