27.08.09

Holcim AG: Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2009

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

Gemäß § 37w WpHG veröffentlicht die Holcim (Deutschland) AG hiermit nachfolgenden Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2009:

Im ersten Halbjahr 2009 wirkten sich die globale Wirtschaftskrise und ein zugleich harter Winter merklich auf unser Geschäft aus. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands entwickelte sich weiter abwärts und lag für das erste Vierteljahr 2009 um 6,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Umsätze des Bauhauptgewerbes in den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 lagen gleichfalls deutlich unter den Vorjahreswerten. Diese Entwicklungen beeinflussten auch den Markt für Baumaterialien. So sank nach Angaben der Zementindustrie im ersten Halbjahr 2009 der Inlandsversand von Zement um 13 Prozent.

Zur allgemeinen Ertragslage: Für die Holcim Deutschland Gruppe hielt der negative Ergebnistrend des ersten Quartals 2009 weiter an. Das um Veränderungen der Beteiligungsstruktur bereinigte Betriebsergebnis liegt nach der ersten Jahreshälfte deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Energie- und Rohstoffkosten sind in den vergangenen sechs Monaten leicht gesunken. Der Einsatz alternativer Roh- und Brennstoffe wurde weiter optimiert und ausgebaut. Durch die anhaltend ausgeprägte Kostendisziplin wurde die Planung im Fixkostenbereich erfolgreich umgesetzt. Insgesamt liegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten für den Berichtszeitraum im Rahmen der Planung.

Die Eigenkapitalveränderung reflektiert das Ergebnis der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres. Aufgrund des vorliegenden Gewinnabführungsvertrages besteht eine Ergebnisabführungsverpflichtung hinsichtlich des handelsrechtlichen Ergebnisses der Holcim (Deutschland) AG, die unterjährig nicht bilanziert wird. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht erhöht. Größere Investitionsmaßnahmen im Beteiligungsbereich und in Sachanlagen wurden in den ersten sechs Monaten nicht getätigt.

Im Rahmen der Strukturoptimierung im Bereich Transportbeton wurde  im zweiten Quartal 2009 verschiedene Anpassungen vorgenommen: In Mecklenburg-Vorpommern wurden mit Wirkung zum 1. Mai 2009 drei Transportbetonwerke der Vetra-Gruppe (Standorte Waren, Röbel und Teterow  in die bestehende Einheit des Joint Ventures Happy-Beton GmbH & Co. KG integriert.

Die Abnahme des Umlaufvermögens gegenüber dem 31. Dezember 2008 resultiert größtenteils aus einer Steuererstattung. Die Zunahme des langfristigen Fremdkapitals ist im Wesentlichen auf die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft zurückzuführen.

Die wesentlichen Entwicklungen in den einzelnen Segmenten stellen sich wie folgt dar: Im Segment Bindemittel lagen die Nettoverkaufserlöse sowie das Betriebsergebnis unter den gesetzten Erwartungen. Im Segment Zuschlagstoffe wurden die Nettoverkaufserlöse im Vergleich zum Vorjahr akquisitionsbedingt nochmals gesteigert. In diesem Segment war die derzeitige Wirtschaftskrise besonders stark zu spüren. Mehrere geplante Großprojekte wurden verschoben  oder abgesagt. Dies wirkte sich auch auf das Betriebsergebnis aus, das unter den Erwartungen lag. Das Segment Weitere Baustoffe und Serviceleistungen, das unter anderem das Transportbetongeschäft beinhaltet, war gleichfalls von der Konjunkturkrise betroffen. Bauprojekte wurden auch hier verschoben und der Wohnungsbau verharrte auf einem sehr niedrigen Niveau. Darüber hinaus herrschte weiterhin ein sehr starkes Wettbewerbsumfeld, das sich negativ auf Absätze und Preise auswirkte. Der Absatz, die Nettoverkaufserlöse und das Betriebsergebnis blieben im ersten Halbjahr 2009 somit weit hinter den gesetzten Erwartungen zurück.

Wirtschaftsexperten erwarten vermehrt das nahende Ende der Rezession. In der Tat sind die Vorzeichen nicht mehr nur pessimistisch. Trotzdem bleibt unsere Situation als Baustofflieferant schwierig, denn die Bauindustrie wird wie immer mit Verspätung auf die anziehende Konjunktur reagieren. Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung werden wohl erst in den Jahren 2010 und 2011 ihre volle Wirkung entfalten und damit Rückgänge im Wohnungsbau und vor allem im Industrie- und Gewerbebau etwas abfedern. Für das zweite Halbjahr 2009 erwarten wir somit keine grundlegenden Verbesserungen. Die zu erwartende Ertragslage wird sich - bereinigt um die Sondereffekte in 2008 - deshalb auf einem niedrigeren Niveau einpendeln.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dieses Zwischenberichtes entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 sowie denen des Vorjahresvergleichszeitraumes. Dieser Zwischenbericht wurde nach den Vorschriften des Standards Nr. 6 des Deutschen Standardisierungsrates (DSR) erstellt. Der Halbjahresbericht der Holcim (Deutschland) AG wurde nicht einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x