Ifco Systems: Ergebnisse für 2008

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

2008 war ein Jahr voller Herausforderungen für IFCO SYSTEMS. Dennoch hat das Unternehmen in dem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld positive Entwicklungen verzeichnet und ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. Das Unternehmen konnte seine Geschäftsbereiche RPC Management Services und Pallet Management Services weiter ausbauen und den Profitabilitätstrend im Bereich Pallet Management Services fortsetzen.

Neben der stetigen operativen Weiterentwicklung haben 2008 drei Ereignisse die Finanzergebnisse von IFCO SYSTEMS maßgeblich bestimmt: Erstens, der Erwerb von STECO und damit die erstmalige Konsolidierung von STECO ab Q2 2008. Zweitens führte die Beendigung eines großen Vertrages mit einem europäischen RPC-Einzelhändler 2007 zu einer Verringerung des RPC-Volumens in Europa und belastete das Working Capital, obgleich diese Einbußen durch Vertriebsinitiativen zum Teil wieder wettgemacht werden konnten. Und schließlich haben sich die Aufwendungen für die letztlich erfolgreiche Beilegung der ICE-Untersuchung negativ auf das Ergebnis für 2008 ausgewirkt.

Die Umsätze auf Konzernebene stiegen 2008 um 43,3 Millionen US-Dollar bzw. 6,3% auf 735,9 Millionen US-Dollar. Die Umsätze im Geschäftsbereich RPC Management Services erhöhten sich um 27,4 Millionen US-Dollar bzw. 8,3% auf 358,3 Millionen US-Dollar, in erster Linie aufgrund der STECO-Akquisition und des soliden organischen Wachstums, das allerdings durch die Auswirkungen der Beendigung eines europäischen RPC-Vertrages Ende 2007 teilweise zunichte gemacht wurde. Wenn man die Effekte der STECO-Akquisition und der Beendigung des Einzelhändlervertrages unberücksichtigt lässt, hat RPC Europe 2008 ein organisches Wachstum in Höhe von 12,2% gegenüber dem Vorjahr erzielt. Die Umsätze im Geschäftsbereich Pallet Management Services sind 2008 um 16,0 Millionen US-Dollar bzw. 4,4% auf 377,6 Millionen US-Dollar gestiegen. Solide Volumenzugewinne wurden durch eine regional gedämpfte Nachfrage teilweise aufgehoben und liefen einher mit niedrigeren Preisen infolge der sich über das Jahr 2008 zunehmend abschwächenden US-Wirtschaft.

Die Bruttogewinnspanne auf Konzernebene erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 18,0%. Die Bruttogewinnspanne des Geschäftsbereichs RPC Management Services ging 2008 von 23,2% auf 21,7% zurück, wobei die Verbesserung der Bruttogewinnspanne im Bereich RPC in den USA von einem Rückgang der Bruttogewinnspanne bei den europäischen RPCs mehr als aufgehoben wurde. Die geringere Trip-Anzahl infolge der Beendigung eines RPC-Einzelhandelsvertrages hat zu einer Reduzierung der Skaleneffekte geführt. Die Bruttogewinnspanne des Geschäftsbereichs RPC Management Services wurde auch von der STECO-Akquisition negativ beeinflusst, da STECO vor der Akquisition eine vergleichsweise niedrige Bruttogewinnspanne aufwies. Operative Synergien aus dieser Akquisition haben sich bereits positiv auf die Gewinnspannen ausgewirkt, und dieser erfreuliche Effekt wird sich auch in den nächsten Quartalen fortsetzen. Die Bruttogewinnspanne im Geschäftsbereich RPC Management Services hat sich in jedem Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich verbessert, von 17,2% in Q1 über 20,4% in Q2 und 22,6% in Q3 auf 25,3% in Q4. Die Bruttogewinnspanne im Geschäftsbereich Pallet Management Services ist 2008 weiter gestiegen - um 1,8 Prozentpunkte auf 14,4%, obgleich die wirtschaftliche Schwäche zu geringerem Wachstum und erhöhtem Preisdruck in einigen Regionen des nordamerikanischen Marktes geführt hat. Im Übrigen sind die durchschnittlichen Kraftstoffpreise 2008 im Vergleich zu 2007 gestiegen, wenn sie auch in der zweiten Jahreshälfte 2008 drastisch zurückgingen.

Das EBITDA stieg 2008 um 4,0 Millionen US-Dollar bzw. 3,7% auf 111,0 Millionen US-Dollar, und die EBITDA-Marge verringerte sich geringfügig auf 15,1% von 15,5% im Vorjahr. Die EBITDA-Marge des Unternehmens wurde durch die STECO-Akquisition beeinträchtigt, da STECO vor der Akquisition eine vergleichsweise niedrige EBITDA-Marge aufwies. IFCO SYSTEMS geht davon aus, dass sich der Beitrag der STECO-Akquisition zur EBITDA-Marge verbessern wird, wenn die geplanten Synergien 2009 wie erwartet zum Tragen kommen.

Der Nettogewinn von 27,1 Millionen US-Dollar 2007 kehrte sich 2008 in einen Nettoverlust von 6,0 Millionen US-Dollar um. Dabei wurden die Effekte des verbesserten EBIT und der positiven Kostenabweichung aus eingestellten Geschäftsbereichen durch die Einmalkosten im Zusammenhang mit der STECO-Übernahme (wie z.B. Beratungskosten, Abfindungen), einen gestiegenen Nettozinsaufwand und insbesondere durch die Beilegung der ICE-Untersuchung, die zu einer ausgewiesenen Belastung von 25,8 Millionen US-Dollar führte, mehr als aufgehoben. Ohne Berücksichtigung der Aufwendungen in Zusammenhang mit der ICE-Beilegung hätte das Unternehmen einen Nettogewinn von 19,8 Millionen US-Dollar verzeichnet.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern und ohne ICE fiel 2008 gegenüber dem Vorjahr um 56,6 Millionen US-Dollar bzw. 46,4% auf 65,3 Millionen US-Dollar. Die Verbesserungen des Cash Flow im Bereich RPC-USA und im Geschäftsbereich Pallet Management Services wurden durch die Inanspruchnahme von Working Capital mehr als aufgehoben, da die Beendigung eines RPC-Einzelhandelsvertrags in Europa geringere Pfandrückstellungen und Verbindlichkeiten zur Folge hatte. Der Zahlungsmittelzufluss aus fortgeführten Aktivitäten ohne die Effekte der Veränderung des Working Capital und der Ertragsteuerzahlungen sowie ohne die ICE-Beilegung verringerte sich geringfügig um 0,3 Millionen US-Dollar auf 105,7 Millionen US-Dollar.

Die Investitionsausgaben haben sich um 11,5 Millionen US-Dollar bzw. 14,8% auf 89,0 Millionen US-Dollar erhöht, infolge der Akquisition von STECO 2008. Allerdings fielen die Investitionsausgaben für die laufende Geschäftstätigkeit, ohne Berücksichtigung der Übernahme der Aktien von IFCO SYSTEMS Argentina S.A. 2007 und der Akquisition von STECO 2008, um 17,6 Millionen US-Dollar bzw. 23,3% auf 58,1 Millionen US-Dollar gegenüber 75,8 Millionen US-Dollar 2007.

Der ROCE aus fortgeführten Aktivitäten fiel 2008 auf ein Niveau von 14,7% nach 17,2% im Vorjahr. Während die operative Leistung von IFCO SYSTEMS 2008 im Vergleich zu 2007 relativ konstant geblieben ist, hat sich das eingesetzte Kapital des Unternehmens beträchtlich erhöht, in erster Linie aufgrund der Akquisition von STECO. Dem verbesserten ROCE in den US-Aktivitäten steht, was die europäischen Aktivitäten anbelangt, ein durch die STECO-Akquisition verminderter ROCE gegenüber.

In Tausend US-Dollar (ausgenommen Beträge je Aktie)      

2008


2007










Umsatz

735.888

     692.548

   6,3%
Bruttogewinn vom Umsatz

132.177

122.606

7,8%
Bruttogewinnspanne

18,0%

17,7%


EBITDA

111.044

107.090

3,7%
EBITDA-Marge

15,1%

15,5%


EBIT

67,795

66.535

1,9%
EBIT-Marge

9,2%

9,6%


Jahresüberschuss (-fehlbetrag)

(6.038)

27.107









Ergebnis je Aktie - unverwässert

(0,11)

0,50


Ergebnis je Aktie - verwässert

(0,11)

0,50









Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ohne
Veränderungen des Working Capital

105.741

106.031

(0,3%)
Cash Flow aus fortgeführten Aktivitäten ohne ICE

65.349

121.913

    (46,4%)
Investitionsausgaben für fortgeführte Aktivitäten

88.953

77.499

14,8%







Return on Capital Employed (ROCE)

14,7%

17,2%



Ausblick: Da die Finanzkrise, die 2008 ihren Anfang nahm, nach und nach auf die gesamte Weltwirtschaft übergreift, ist davon auszugehen, dass das globale Wirtschaftsumfeld 2009 sehr schwierig werden wird. IFCO SYSTEMS rechnet damit, dass die Wirtschaften in Europa und den USA, den beiden Hauptmärkten des Unternehmens, 2009 insgesamt schrumpfen werden. Gleichzeitig wird aber erwartet, dass im weiteren Verlauf des Jahres 2009 eine Erholung eintritt.

Voraussichtlich wird das RPC Management Services-Geschäft von IFCO SYSTEMS durch den weltweiten wirtschaftlichen Abschwung nicht entscheidend beeinträchtigt werden, da die Einzelhandelsbranche, die der Hauptkunde von IFCO SYSTEMS ist, nicht so stark wie andere Branchen betroffen sein wird.

Deshalb wird der Bereich RPC Management Services in Europa weiter auf seine Führungsstellung und große Markterfahrung setzen, um das Wachstum des Gesamtmarktes zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Das Unternehmen wird seine Vertriebsinitiativen verstärken und die geografische Präsenz in West-, Mittel- und Osteuropa sowie Südamerika weiter ausbauen. In den USA erwartet IFCO SYSTEMS für den RPC-Bereich eine Steigerung der Marktdurchdringung im Lebensmittelhandel und Zuwachsraten über dem allgemeinen Entwicklungsniveau dieses Marktes. Ausgehend vom soliden Geschäftsmodell des Unternehmens wird für 2009 mit einem Wachstum des RPC Management Services-Geschäfts gerechnet. Dementsprechend wird IFCO SYSTEMS 2009 die Investitionen in seinen RPC-Pool fortsetzen. Diese werden allerdings sorgfältig auf die Geschäftsentwicklung von IFCO SYSTEMS abgestimmt werden und darauf ausgerichtet sein, die Rendite auf das investierte Kapital zu steigern.

IFCO SYSTEMS rechnet damit, dass das Pallet Management Services-Geschäft 2009 vom wirtschaftlichen Einbruch in den USA negativ beeinflusst werden wird, sowohl im Sinne geringerer Volumen aufgrund der verminderten wirtschaftlichen Aktivität als auch im Sinne eines höheren Preisdrucks aufgrund der geringeren Nachfrage. Dennoch bleibt das Unternehmen zuversichtlich, dass die zentralen Wettbewerbsvorteile des Bereichs Pallet Management Services - die Breite des Serviceangebots, das nationale Netz und der Wertbeitrag auf nationaler und lokaler Ebene - erhalten bleiben und es dem Geschäftsbereich 2009 ermöglichen werden, seinen Marktanteil zu steigern und seine Führungsstellung zu behaupten.

Obwohl das wirtschaftliche Umfeld 2009 über den größten Teil des Jahres unsicher bleiben wird, geht IFCO SYSTEMS davon aus, dass die oben beschriebenen Trends 2009 zu steigenden Umsätzen und steigender Profitabilität gegenüber 2008 führen werden.

Finanziell ist IFCO SYSTEMS in der Lage, den Bedarf an Kapital, Betriebsmitteln und Schuldendienst aus seinem eigenen betrieblichen Cash Flow decken zu können.


Weitere Erläuterungen können Sie dem Geschäftsbericht von IFCO SYSTEMS entnehmen, der bei der Deutsche Börse AG am oder um den 27. Februar 2009 hinterlegt wird und auf der Website des Unternehmens www.ifcosystems.com oder www.ifcosystems.de eingesehen werden kann.


Diese Pressemitteilung enthält vorausschauende Aussagen, die die gegenwärtige Einschätzung der Geschäftsleitung bezüglich der künftigen Entwicklung wiedergeben. Alle in dieser Pressemitteilung enthaltenen Aussagen, die nicht eindeutig historischer Art sind oder zwangsläufig von künftigen Ereignissen abhängen, sind vorausschauende Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen lassen sich an Begriffen wie "erwarten", "der  Auffassung sein", "damit rechnen", "schätzen", "planen" und ähnlichen Wendungen erkennen. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Geschäftsleitung, die sich dazu auf die zurzeit verfügbaren Informationen gestützt hat. Etliche Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Performance wesentlich von denen abweichen, die in den hier getroffenen Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck kommen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Pressemitteilung enthaltenen vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.


IFCO SYSTEMS
Sabine Preiss
Investor Relations
Tel. +49 89 744 91 316
Fax +49 89 744 767 316
E-Mail: ir@ifcosystems.com
www.ifcosystems.com oder www.ifcosystems.de
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