Mikrofinanzfonds investiert in Mikrofinanzinstitutionen, die in Schwellen- und Entwicklungsländern Mikrokredite an Kleinunternehmer wie etwa diese afrikanische Händlerin vergeben, damit die sich eine wirtschaftliche Existenz aufbauen können. / Quelle: Fotolia

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IIV Mikrofinanzfonds: schwache Wertentwicklung

Der IIV Mikrofinanzfonds hat auch im Juli eine schwache Monatsrendite erzielt. Der Mikrofinanzfonds der Invest in Visions GmbH aus Frankfurt verbesserte sich um ganze 0,04 Prozent. Zum Vergleich: In den Vorjahren hatte der IIV Mikrofinanzfonds im Juli 0,3 Prozent zulegen können. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres erreichte der Fonds erst einen Wertzuwachs von 1,13 Prozent. Er ist damit weit davon entfernt, wie in 2015 2,8 Prozent Jahresplus zu erreichen.

Der IIV Mikrofinanzfonds verfügte Ende Juli über ein Volumen von insgesamt rund 321 Millionen Euro. Er ist damit der größte in Deutschland zum Vertrieb an Privatanleger zugelassene Mikrofinanzfonds. Sein Volumen ist zuletzt stark angewachsen. Und genau das ist das Problem. Denn der Fonds kann die zufließenden Mittel nicht schnell genug investieren, und das verringert die Renditechancen.

Nur 69 Prozent des Fondsvermögends war Ende Juli  in Mikrofinanzinstitute investiert. Jeder Investition gehen umfassende Prüfungen voraus (lesen Sie dazu unseren  ECOfondstest, in dem wir die Nachhaltigkeit des IIV Mikrofinanzfonds prüfen und erläutern). Das Fondsmanagement benötigt daher Zeit, um Mikrofinanzinstitute zu ermitteln, die für den Fonds in Frage kommen. Dafür will die Invest in Visions GmbH nun Zeit gewinnen. Sie hat den IIV Mikrofinanzfonds drei Monate lang für Neuinvestitionen geschlossen. Er werde erst in der zweiten Novemberhälfte wieder für Neuanlagen geöffnet, teilte sie mit.

Laut der aktuellen Monatsbilanz war der Fonds Ende Juli mit rund 31 Prozent des Fondsvolumens in Asien investiert, mit über 21 Prozent in Lateinamerika, zu rund 14 Prozent im Kaukasus und zu rund drei Prozent in Afrika.
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