Solchen Kleinunternehmerinnen können Mikrokredite beim Existenzaufbau helfen. / Foto: Invest in Visions

05.12.17 Fonds / ETF , Gut erklärt - Mikrofinanzen

IIV Mikrofinanzfonds über der 500 Millionen-Euro-Marke

Gut sechs Jahre nach seiner Auflage hat der IIV Mikrofinanzfonds mit seinem Fondsvolumen die Schwelle von 500 Millionen Euro überschritten. Der Fonds von Invest in Visions aus Frankfurt/Main finanziert sogenannte Mikrokredite in insgesamt 27 Schwellen- und Entwicklungsländern. Solche Kleinstkredite sollen armen Menschen dabei helfen, sich eine Existenz aufzubauen. Sie haben sonst kaum Chancen, an Kredite zu gelangen - oft besitzen sie nicht mal ein Bankkonto.

Der IIV Mikrofinanzfonds verleiht das Kapital der Anleger an 70 Mikrofinanzinstitute (MFI). Diese MFIs vergeben wiederum die Klein- und Kleinstkredite an die Menschen vor Ort. "Mit einem kleinen Kredit von zum Beispiel 500 US-Dollar kann in den investierten Ländern eine Existenz gegründet werden, weil mit diesem Betrag Betriebsmittel wie eine Nähmaschine oder erstes Saatgut gekauft werden können", teilte Invest in Visions dazu mit.

Der Zugang zu Finanzdienstleistungen - wie einem Bankkonto oder auch Versicherungen - sei in vielen Schwellenländern nicht selbstverständlich. "Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit unseren Anlegern, Menschen einen Zugang zu Krediten bieten und damit zu einem dauerhaften Weg aus der Armut verhelfen können", so  Edda Schröder, Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Invest in Visions GmbH. Invest in Visions prüft die MFIs und wählt diese gezielt aus.

Rendite von etwa 2 Prozent jährlich

Der IIV Mikrofinanzfonds war der erste Mikrofinanzfonds in Deutschland, der auch für Privatkunden zugelassen ist. Privatkunden können bereits ab 100 Euro in der Anteilsklasse R zeichnen, die Rendite beträgt rund 2 Prozent pro Jahr. Auch das Interesse institutioneller Investoren, wie zum Beispiel von Stiftungen, sei in den letzten Jahren stark angestiegen. "Sie profitieren insbesondere von der stetigen Rendite, der geringen Volatilität und der niedrigen Korrelation mit den Kapitalmärkten", resümiert Edda Schröder.

Seit Juli 2017 seien Länder wie Haiti, die Demokratische Republik Kongo und der Kosovo im Portfolio dazu gekommen, weitere seien geplant: Im kommenden Jahr möchte die Invest in Visions mit ihren Mikrodarlehen in Indien und Länder in Afrika südlich der Sahara investieren. Schröder hatte daher im Jahresverlauf für Verstärkung im Portfoliomanagement und in der Administration gesorgt.


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