09.09.11 Anleihen / AIF , Fonds / ETF

Immer mehr Privatanleger entdecken Erneuerbare als Investment-Thema – Infobedarf gestiegen



Zwei Themen haben das Anlegerverhalten deutscher Privatinvestoren deutlich beeinflusst: Die Energiewende und die Schuldenkrise in Europa und den USA. Zu diesem Ergebnis kommt eine representative Umfrage der Steinbeis Hochschule Berlin im Auftrag der DZ Bank. unter 200 Vermögensverwaltern, Bankberatern und Wertpapierspezialisten.


Demnach bezeichnet die Mehrzahl der Studienteilnehmer die Geldanlagethemen Energieeffizienz und Erneuerbare-Energie-Beteiligungen als die langfristigen Investmentrends für Privatanleger. In der Vorläuferuntersuchung 2010 hatten 76 Prozent der befragten Vermögensverwalter und 57 Prozent der Bankberater diesen Themen eine wachsende Bedeutung beigemessen. In der Aktuellen Studie stieg dieser Wert auf 83 beziehungsweise 73 Prozent. Regional betrachtet, sehen die Befragten die Märke der Schwellenländer weiter im Vormarsch. 70 Prozent aller Befragten gaben an, dass diese „Emerging Markets“ in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden.


Aufgrund der neuerlichen Finanzkrise sind die Privatanleger bei ihren Anlageentscheidungen zudem vorsichtiger geworden. 90 Prozent aller Befragten erklärten, sie würden bei Kundengesprächen häufiger nach detaillierteren ASskünften gefragt, etwa zur Funktionsweise der Anlageprodukte. Zudem gaben 80 Prozent an, die Anleger studierten die ausgegebenen Informationsblätter seither genauer.


Derzeit setzen sich ein Privatanleger-Depot der Erhebung zufolge zu 32 Prozent aus Investmentfonds, 29 Prozent aus Anleihen, 16 Prozent Aktien, zu aus zehn Prozent Zertifikaten, neun Prozent ETF, und zu vier Prozent aus Anteilen an geschlossenen Fonds zusammen. In den kommenden Jahren wird sich der diese Zusammensetzung nach Meinung der Branchenexperten leicht in Richtung Zertifikate und passiven Anlageprodukten wie ETF verschieben, die anders als andere Investmentfonds nicht von einem Portfolio-Manager betreut werden, sondern meist direkt nach speziellen Indices ausgerichtet sind. Auf diese Weise werden Verwaltungsgebühren eingespart, die solche Indexfonds im Vergleich zu aktiv gemanagten Investmentfonds kostengünstiger machen.

Die Studienteilnehmer gehen davon aus, dass der Depot-Anteil der Zertifikate bis 2014 um zwei auf zwölf Prozent ansteigen wird, während der Anteil an aktiv durch Fondsmanger betreuten Produkte und Anliehen um jeweils zwei Prozent auf 30 Prozent beziehungsweise 27 sinken wird. Der Aktienanteil und der Anteil an geschlossenen Fonds werde hingegen bis 2014 unverändert bei 16 beziehungsweise vier Prozent bleiben.


Die Untersuchung Trendbarometer Zertifikate der DZ Bank wird nach Angaben der Initiatoren seit 2007 jährlich durchgeführt. Die Daten der aktuellen Studie sind demnach zwischen April und Mai 2011 erhoben worden.
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