Die Politik bremst das einstmals rasante Wachstum der Photovoltaikleistung in Frasnkreich aus. Im Bild: der Regierungsitz in Paris. / Quelle: Fotolia

10.06.13 Erneuerbare Energie

Immer weniger neue Solaranlagen in Frankreich

In Frankreich sind in den ersten drei Monaten 2013 deutlich weniger neue Solaranlagen ans Stromnetz angeschlossen worden. Nach Informationen des französischen Ministeriums für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie wurden zwischen Januar und März 2013 landesweit 7.100 Photovoltaikanlagen mit zusammen 88 Megawatt Leistungskapazität in Betrieb gegangen. Das sind 76 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und so wenige wie seit 2009 nicht mehr. Damit stieg die Photovoltaik-Leistungskapazität Frankreichs auf 4.110 MW an. Dasrüber hinaus ist die Inbetriebnahme weiterer 18.000 Solaranlagen mit zusammen 552 MW Kapazität genehmigt.

Aus dem Zahlenwerk des Ministeriums geht weiterhin hervor, dass die Franzosen verstärkt auf kleinere Solarstromkraftwerke setzen. Während im Vorjahresquartal der Großteil der neu installierten Sonnenstromanlagen 250 Kilowatt (kW) oder mehr leisteten, waren diesmal vor allem Anlagen mit 36 bis 100 kW.

Wie andernorts in Europa ist die feste, staatlich garantierte Vergütung für Solarstrom in Frankreich in den vergangenen Jahren immer weiter reformiert und gekürzt worden. Im gesamten Jahr 2012 war der Photovoltaikzubau Frankreichs damit deutlich gebremst worden. Allerdings hatte die französische Regierung unter dem Stichwort des „ökologischenn Patriotismus“ Anfang Januar 2013 eine zehnprozentige Erhöhung der Vergütung für solche Projekte in Aussicht gestellt, bei denen Komponenten aus europäischer Produktion zum Einsatz kommen. Zugleich, so der Plan, sollen die Tarife für Anlagen, die dieses Kriterium nicht erfüllen, um weitere 20 Prozent gekappt werden.
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