29.01.17 Erneuerbare Energie

Import von Öl, Gas und Kohle kostet nicht nur Deutschland Unsummen

Für knapp 60 Milliarden Euro kauft Deutschland im Jahr fossile Brennstoffe wie Gas und Kohle ein. Darauf weist die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) aus Berlin hin. Nach ihren Angaben liegt die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten weiter konstant bei 70 Prozent – trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien am Strommarkt.

"Nur wenn wir den Anteil Erneuerbarer Energien auch im Wärme- und Verkehrsbereich konsequent ausweiten, werden wir uns von den wirtschaftlichen und ökologischen Belastungen der fossilen Energien lösen können", stellt dazu AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer fest. Denn in diesen Bereichen würden die fossilen Importe überwiegend verwendet. Angesichts der aktuell wieder steigenden Ölpreise rechnet Vohrer mit künftig stark zunehmenden Importkosten für Öl und Gas.

Die Einfuhren von Mineralöl, Erdgas und Kohle kosten auch viele andere Staaten große Summen. Das ist vor allem bei armen Ländern bedenklich. So investieren Indien und Pakistan rund ein Fünftel ihrer Importausgaben in fossile Brennstoffe. In Indien entspricht das 2015 einer Summe von 67 Milliarden Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Bereich der öffentlichen Gesundheit zur Verfügung stand. In Pakistan beansprucht der Import fossiler Brennstoffe sogar 22 Prozent aller Importkosten.

Laut der Welthandelsorganisation (WTO) lagen die weltweiten Importkosten für fossile Brennstoffe im Jahr 2015 bei rund 1,7 Billionen Euro. Daten für 2016 liegen noch nicht vor.
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