SolarCity ist auch stark für das US-Militär aktiv. Im Bild: Installationen auf einem Marine-Stützpunkt der US-Streitkräfte. / Foto: Unternehmen

30.07.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

In der Kostenfalle? - SolarCity schreibt weiter rote Zahlen

Der US-Dachsolaranlagenprojektierer SolarCity schreibt weiter roten Zahlen. Trotz eines Umsatzsprungs  und eines neuen Rekords bei den Neuinstallationen fiel ein Nettoverlust in zweistelliger Millionenhöhe an. Das geht aus der Bilanz hervor, die das Unternehmen aus San Mateo in Kalifornien jetzt veröffentlicht hat.

Demnach ist der Kundenzustrom bei SolarCity ungebrochen: 44.900 neue Kunden seien allein im zweiten Quartal zu SolarCity gestoßen. Damit stieg die Zahl der Kunden auf Jahressicht um 86 Prozent auf 262.500. Im Kerngeschäft, der Installation von Dachanlagen auf privaten Hausdächern, erreichte SolarCity mit 189 Megawatt (MW) neuer Photovoltaikleistung eine neue Rekordmarke, die 77 Prozent über der des Vorjahresquartals lag. Insgesamt stieg die von SolarCity installierte Photovoltaikleistung  auf Jahressicht um 86 Prozent auf 1.418 MW.

Großer  Umsatzsprung

Auf Jahressicht kletterte der Quartalsumsatz vor diesem Hintergrund um 68 Prozent auf  102,8 Millionen Dollar. Dies sei außerdem auf die zahlreichen neuen Leasing- und Kreditverträge mit neuen Kunden zurückzuführen, die so ihre Solaranlagen bei SolarCity langfristig abzahlen, so das Unternehmen. Der Wert dieser Verträge stieg SolarCity zufolge um 132 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar.

Verlust je Aktie deutlich reduziert

Dennoch verharrt SolarCity im zweiten Quartal 2015 in der Verlustzone. Allerdings gelang es dem Unternehmen, den Nettoverlust mehr als zu halbieren. 22,4 Millionen Dollar Nettoverlust im zweiten Quartal 2015 stehen in der Bilanz 47,6 Millionen Dollar Nettoverlust im Vorjahresquartal gegenüber. Entsprechend fiel der Verlust je Aktie auf 0,23 Dollar nach 0,52 Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Verlust im operativen Geschäft kletterte dagegen auf 132,5 Millionen Dollar nach 74,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Aus der Bilanz geht hervor, dass die Kosten für Forschung und Entwicklung mehr als vier Mal höher lagen als im zweiten Quartal 2014. Und auch die Kosten im operativen Geschäft stiegen deutlich.

Steigende Kosten belasten SolarCity wohl weiterhin

Für das dritte Quartal 2015 erwartet die Unternehmensführung Neuinstallationen im Umfang von 260 MW, was ein abermals ein neuer Rekord wäre und ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 89 Prozent bedeuten würde. Im Gesamtjahr sollen es zwischen 920 MW und 1.000 MW werden. Zwar sollen die Umsätze weiter steigen, aber auch die Kosten im operativen Geschäft setzt die SolarCity-Führung deutlich höher an. Nach 175,8 Millionen im zweiten Quartal erwartet der Vorstand für das dritte Quartal 210 Millionen bis 225 Millionen Dollar an Ausgaben. Somit sei auch beim Nettoverlust eine Steigerung zu erwarten.

Der Aufwärtstrend der SolarCity-Aktie erhielt heute am Morgen an der Deutschen Börse einen Dämpfer. Bis 9:34 Uhr sank der Kurs um 0,7 Prozent auf 52,35 Euro. Damit ist die Aktie noch 11,8 Prozent teurer als vor vier Wochen aber 4,2 Prozent billiger als vor einem Jahr.

SolarCity Inc.: ISIN US83416T1007 / WKN A1J6UM
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