Der britische Offshore-Windpark Thornton Bank wurde mit Anlágen von Senvion ausgestattet, einer Tochtergesellschaft der indischen Suzlon-Gruppe. / Quelle: Unternehmen

11.10.14 Erneuerbare Energie

Indien will in Offshore-Windkraft einsteigen

Bislang sind außerhalb von Europa kam Offshore-Windkraftanlagen in Betrieb. Ansonsten werden nur in China und Japan Windräder an Standorten auf See gebaut. Nun will auch Indien diese Energiequelle nutzen. Dort hat die Bundesregierung jetzt eine Vereinbarung zum Bau des ersten Offshore-Windkraft-Projekts vor der Küste von Gujarat unterzeichnet. Partner sind etliche Firmen des indischen Energiesektors, darunter der staatliche Netzbetreiber Power Grid Corp. of India und die Gujarat Power Corporation.

Die Regierung will sich vor allem an der Fianzierung von Machbarkeitsstudien und Studien zur Prüfung der Umweltverträglichkeit für das geplante Offshore-Projekt beteiligen, dass eine Kapazität von 100 Megawatt (MW) erreichen soll. Auch die Kosten für den Anschluss an das Übertragungsnetz will sie mittragen. Das der Windpark auf See konkret in angriff genommen werden soll, wurde nicht bekannt. Bei der Windkraft an Land zählt Indien mit einer Gesamtkapazität von 22 Gigawatt zu den größten Windmärkten weltweit. Die einheimische Suzlon wiederum zählt zu den größten Herstellern von Windkraftanlagen der Welt. Über ihre Tochter Senvion ist sie auch im Geschäft mit Offshore-Anlagen aktiv und könnte daher davon profitieren, wenn Indien in die Windstromproduktion auf See einsteigt.
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