29.12.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Industriekonzern steigt bei Windturbinenbauer ein

Der Industriekonzern United Technologies Corporation aus Hartford im US-Bundesstaat Conneticut kauft sich beim Windturbinenbauer Clipper Windpower Plc ein. Nach Unternehmensangaben erwirbt er 49,5 Prozent der Anteile an dem Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Carpinteria und Produktion im US-Bundesstaat Iowa.

Die Aktien der Clipper Windpower werden im Segment Alternative Investment Market der Londoner Börse gehandelt. Neben 21,8 Millionen alten Aktien übernimmt United Technologies 84,3 Millionen neu emittierte Anteilsscheine. Der Kaufpreis für dieses Aktienpaket beträgt nach Unternehmensangaben 166 Millionen Britische Pfund. Das entspricht aktuell etwa 185 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse von Clipper betrugen im vorigen Jahr 737 Millionen US-Dollar. Das entspricht aktuell rund 500 Millionen Euro.

Das Investment ermöglicht dem Technologiekonzern nach eigenen Angaben, seinen Geschäftsbereich Energieerzeugung auszubauen. Außerdem gelinge so der Einstieg in die Windkraftbranche, von dem sich United Technologies hohes Wachstum verspricht. Das mehr als 50 Milliarden US-Dollar schwere Marktsegment der Windturbinen und ihre Installation sei im vergangenen Jahrzehnt mit einer jährlichen Rate von 25 Prozent gewachsen.

Laut Douglas Pertz, Präsident und Chief Executive Officer von Clipper, hatte der Windturbinenbauer in den letzten Monaten Angebote von mehreren Investoren geprüft und sich dann für der United Technologies Corporation entscheiden. Dessen Einstieg bringe dem Unternehmen nicht nur das für weiteres Wachstum erforderliche Kapital. Man erhoffe sich auch, von der Erfahrung des Konzerns in der effizienten Industrieproduktion zu profitieren. Der Einstieg des neuen Großaktionärs eröffne Clipper die Chance auf einen Wachstumssprung und die Eroberung neuer Märkte.

Bislang hat das Unternehmen trotz Börsennotiz in Großbritannien nur Projekte in den USA beliefert. Dort hatten Auswirkungen der Finanzkrise und die verzögerte Auszahlung von Fördermitteln den Ausbau der Windkraft in diesem Jahr stark gebremst. Clipper hatte im 1. Halbjahr einen Verlust von über 102 Millionen Dollar hinnehmen müssen und erwartet auch für die zweite Jahreshälfte einen Fehlbetrag. Zugleich hatte der Windturbinenbauer umfassend investieren müssen, so dass er auf einen Liquiditätsengpass zusteuerte. Diese Gefahr scheint nun gebannt.

Clipper Windpower Plc: ISIN GB00B09H7Z56 / WKN A0F6CG

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