Die wachsende Digitalisierung im Nahverkehr treibt den Umsatz vom IT-Dienstleister init. Allerdings steckt das Unternehmen viel Geld in die Forschung und Entwicklung. Das Bild zeigt ein Multimedia-System von init im ÖPNV. / Foto: Unternehmen

31.03.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

init rechnet 2017 mit mehr Umsatz – Gewinn soll schrumpfen

Die init innovation in traffic systems SE hat ihren Ausblick für 2017 vorgelegt. Demzufolge erwartet der IT-Dienstleister für den Nahverkehr für das laufende Jahr einen um 10 Prozent höheren Umsatz. Allerdings werde sich das operative Ergebnis in 2017 deutlich verringern, hieß es. Für 2016 will das Unternehmen aus Karlsruhe die Dividende erhöhen.


Init erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro (2016: 108,6 Millionen Euro). Als Wachstumstreiber sieht der Konzern unter anderem die Digitalisierung und das Handy-Ticketing im ÖPNV. Am gestrigen 30. März war die init-Aktie leicht abgesackt auf 13,5 Euro im Xetra. Heute legte sie wieder über 3 Prozent zu, die Aktie notiert aber auf Jahressicht noch 11 Prozent im Minus (Stand 31.3., 10:57 Uhr).

Das operative Ergebnis von init soll 2017 nur noch zwischen 5 und 7 Millionen Euro liegen. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2016, wo init 11,6 Millionen Euro erreichte. Der Rückgang hänge mit der höheren Mitarbeiterzahl, gestiegenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie der Abarbeitung margenschwacher Projekte aus den Vorjahren zusammen, so das Unternehmen. Für 2018 erwartet der Vorstand aber wieder einen Anstieg des operativen Ergebnisses.

"Unsere Kunden, die Verkehrsbetriebe, verlangen von uns Hilfestellung und Lösungen für die Themen Digitalisierung, Big Data und Industrie 4.0. Deshalb registrieren wir aktuell eine größere Bereitschaft, sich mit unseren Produkten intensiv zu befassen. Um diese Chancen zu nutzen, haben wir unsere Forschung und Entwicklungsaktivitäten hochgefahren und uns mit Akquisitionen auf Zukunftsfeldern verstärkt", fasste init-Vorstandschef Dr. Gottfried Greschner die Strategie für 2017 und 2018 zusammen.

Dividende für 2016 soll um 10 Prozent steigen

Nach dem Auftragseingang von 128,7 Mio. Euro in 2016 rechnet der init-Vorstand für 2017 mit einem Wert in ähnlicher Größenordnung. Neben den positiven Faktoren wie dem starken Wachstum im Bereich Handy-Ticketing, Elektromobilität und dem Trend zur Digitalisierung sieht der Vorstand allerdings auch wirtschaftliche Risiken. Die gingen vor allem von der unberechenbaren US-Politik mit schwer einschätzbaren Folgen für international tätige Konzerne wie init aus.

"Durch die Akquisitionen im Bereich Smart Ticketing sind wir 2016 zum führenden Anbieter in Deutschland und den USA aufgestiegen – auf einem Gebiet mit hohen Zuwachsraten. Daneben haben wir mit der neuen Tochtergesellschaft inola erfolgreich ein wachstumsstarkes Geschäftsfeld zur Optimierung logistischer Prozesse, auch außerhalb des Personennahverkehrs, eröffnet. Von daher ist 2017 für uns ein Schlüsseljahr mit vielen technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die ungewöhnlich viele Chancen eröffnen", so Greschner.

Jedoch sehe sich init gut gerüstet, um auch in einem intensiven Wettbewerbsumfeld nachhaltig ihre Stellung behaupten und weiter einen stabilen Wachstumskurs verfolgen zu können. Vor diesem Hintergrund wollen Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung am 24. Mai eine Anhebung der Dividende vorschlagen. Sie soll für das Geschäftsjahr 2016 um 10 Prozent auf 0,22 Euro je Aktie steigen.

init innovation in traffic systems SE: ISIN DE0005759807  / WKN575980
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