Anleger der Anleihe von German Pellets droht offenbar der Totalverlust, das zeigt ein aktueller Insolvenzbericht. Im Bild eine Pressenhalle von German Pellets. / Foto: Unternehmen

17.11.16 Anleihen / AIF

Insolvente German Pellets: Droht den Anlegern der Totalverlust?

Müssen die Anleger der insolventen German Pellets mit hohen Verlusten oder sogar dem Totalverlust rechnen? Das es so kommen kann, deutet ein offizieller Insolvenzbericht des Amtsgerichts Schwerin zum Pellethersteller aus Wismar an. Daraus soll hervorgehen, dass die Anleger der Anleihen und Genussrechte kaum Aussichten haben, ihr investiertes Vermögen zurückzuerhalten. Die Forderungen gegenüber der German Pellets GmbH belaufen sich auf etwa 427 Millionen Euro, die Insolvenzmasse hingegen liegt bei etwa 10 Millionen. Das zeigt der Insolvenzbericht, aus dem die Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung BKR aus Jena zitiert.

Das habe erhebliche finanzielle Konsequenzen für die rund betroffenen 17.000 Anleger, erklärt Matthias Kilian, Rechtsanwalt und geschäftsführender Gesellschafter der Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung BKR aus Jena. Er sagt: "Die Insolvenzmasse wird sich noch verringern, denn es kommen noch Verfahrenskosten hinzu. Die Insolvenzquote wird sich meiner Einschätzung nach bei zwei bis zweieinhalb Prozent einpendeln." Das Amtsgericht selbst ist derzeit aufgrund von technischen Wartungsarbeiten nicht erreichbar.
Über drei Anleihen und Genussrechte hatte German Pellets mehr als 240 Millionen Euro bei Anlegern eingeworben. Am 10. Februar 2016 stellte die German Pellets GmbH (Wismar) Antrag auf Insolvenz. Zahlreiche Töchter aus dem In- und Ausland folgten, unter anderem auch die German Pellets Genussrechte GmbH. Das Insolvenzverfahren der Konzernmutter wurde am 1. Mai 2016 eröffnet.
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