Bei der Realisierung von Offshore-Windparks hat die Windreich GmbH auf Windturbinen der Windkraftsparte des Atomkonzerns Areva gesetzt. / Bildquelle: Areva

12.02.14 Anleihen / AIF , Wachhund

Insolvente Windreich schuldet Gläubigern 366 Millionen Euro

Der insolvente Windkraftprojektierer Windreich GmbH aus Wolfschlugen bei Stuttgart steht bei seinen Gläubigern offenbar mit 366 Millionen Euro in der Kreide. Nach Angaben des „Handelsblatts“ (Online-Ausgabe) kam dies bei der jüngsten Gläubigerversammlung der Windreich GmbH zur Sprache. Dem Bericht zufolge hat ein Sprecher des Insolvenzverwalters Holger Blümle die Zahl bestätigt. Den Anlegern, die in vornehmlich in zwei Anleihen aus den Jahren 2010 und 2012 investiert haben, schuldet Windreich demnach noch 125 Millionen Euro. Die Bank J. Safra Sarasin aus Basel zählt mit 70 Millionen Euro zu den großen Gläubigern auf Bankenseite. Wie sich die übrigen Forderungen an Windreich verteilen, lässt der Bericht offen. 

Die Bank J. Safra Sarasin (damals noch Bank Sarasin) war schon Monate vor der Insolvenz von Windreich im Zusammenhang mit dem Windkraftunternehmen in die Kritik geraten (mehr dazu lesen Sie  hier).  Windreich beantragte im Dezember 2013 Insolvenz und strebte zunächst ein Verfahren in Eigenregie an. Daraus wurde nichts, und der Firmengründer und langjährige Alleinvorstand Willi Balz zog sich zurück. Dies allerdings nur bis Anfang Januar 2014. Über seine Anwälte verkündete er dann, sich wieder in die Geschäfte einbringen zu wollen (ECOreporter.de   berichtete).

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