Auch nach dem Start des Insolvenzverfahrens am Amtsgericht Hannover plant und baut die Windwärts Energie GmbH bis aus Weiteres Windkraftvorhaben, aktuell unter anderem in Niedersachsen. / Bildquelle: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Insolvenzverfahren gegen Windwärts Energie GmbH eröffnet

Das Amtsgericht Hannover hat das reguläre Insolvenzverfahren gegen die Windwärts Energie GmbH eröffnet. Der bislang nur vorläufig eingesetzte Insolvenzverwalter Prof. Dr. Volker Römermann werde sein Amt fortsetzen und den Windkraftprojektierer aus Hannover als alleinig rechtlich Verantwortlicher durch das Verfahren führen, hieß es. Geschäftsführer Lothar Schulze bleibe allerdings als solcher im Unternehmen. Nun gehe es darum, Investoren für Windwärts zu finden. Das Interesse potenzieller Geldgeber sei groß, erklärte Römermann dazu. „Wir sind zuversichtlich, einen geeigneten Partner zu finden“, ließ er vermelden. Derweil laufe das Tagesgeschäft der Windwärts Energie GmbH weiter.


Von der Insolvenz sind 1.600 Anleger unmittelbar betroffen, die zusammen 18,9 Millionen Euro in vier verschiedene Windwärts-Genussrechte investiert haben. Jüngst war der Verdacht aufgekommen, Windwärts habe in den Prospekten zu der jüngsten Genussrecht-Emission 2013 mit geschönten Zahlen geworben (Näheres lesen Sie  hier (Link entfernt)). Auf Nachfrage von ECOreporter.de gab Windwärts an, dass allein der Insolvenzverwalter Prof. Dr. Römermann Auskünfte erteile. Dieser hatte zuvor erklärt, er werde Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten gegebenenfalls nachgehen.

Windwärts hat auch zahlreiche geschlossene Fonds auf den Markt gebracht. Gegenüber ECOreporter.de hatte das Unternehmen stets betont, das diese Fonds zu Solar- und Windparks als eigenständige Gesellschaften nicht unmittelbar von der Pleite betroffen seien.

Der nächste wichtige Termin für die Anleger ist die Gläubigerversammlung. Diese soll Windwärts zufolge am 31. Juli 2014 stattfinden. Einerseits soll den Anlegern dabei die Lage erläutert werden. Andererseits werden die Investoren die Gelegenheit haben, einen gemeinsamen Gläubigervertreter zu wählen, der ihre Interessen gegenüber dem Insolvenzverwalter vertritt.
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