28.07.10 Erneuerbare Energie

Installationsrekord bei der deutschen Photovoltaik im ersten Halbjahr 2010

Nach vorläufigen Schätzungen der Bundesnetzagentur sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 3 Gigawatt peak errichtet worden. Grund für den anhaltenden Solarboom sei vor allem die Kürzung der Solarstromvergütung zum 1. Juli gewesen. Viele Anlagenbetreiber hätten sich die noch die Vergütungssätze des Erneuerbare Energien Gesetztes  (EEG) aus dem Jahr 2009 sichern wollen, erklärte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. „Wir rechnen mit einer weiteren Absenkung der Vergütungssätze im Jahr 2011“, so Kurth weiter.


Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) haben deutlich gesunkene Preise Investitionen in Photovoltaik-Anlagen in den vergangenen Monaten zusätzlich attraktiv gemacht. BSW-Solar Geschäftsführer Carsten Körnig appellierte vor diesem Hintergrund an die Verbraucher, auf eine fachgerechte Installation und qualitativ hochwertige Solarstromanlagen zu achten.


Von Januar bis Mai 2010 sind laut der Bundesnetzagentur Photovoltaik-Kraftwerke mit rund 1,7 GWp Spitzenleistung ans Netz gegangen. Für die ersten sechs Monaten gingen den Angaben zufolge bislang rund 135.000 Datenmeldungen ein, weit mehr als 50.000 davon im Juni. Allein im Juni könne ein Zuwachs folgen, so die Bundesnetzagentur weiter, der annähernd der Gesamtsumme der ersten fünf Monate entsprechen könnte.


Für das bisherige Rekordjahr Jahr 2009 hatte die Bundesnetzagentur etwa 160.000 neu installierte  Dachanlagen und einen Zuwachs der Leistung  um 3,8 auf ein 9,8 Gigawatt peak gemeldet.
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