Genossenschaftsmodelle haben beim deutschen Windkraftausbau Tradition. / Quelle: Fotolia

25.01.16 Anleihen / AIF

Investoren für Bürgerwindrad in Sachsen gesucht

Anleger können sich an einem Bürgerwindrad in Sachsen beteiligen. Die Anlage ist seit Dezember 2015 in Betrieb und steht in der Gemeinde Wülknitz im Landkreis Meißen. Die genossenschaftlich betriebene Drei-Megawatt-Anlage ersetzt auf der Fläche des Windparks Streumen-Glaubitz eine alte, weitaus weniger leistungsstarke Windenergieanlage.

Die von Dresdnern und Altenbergern gegründete Energiegenossenschaft „Neue Energien Ostsachsen eG“ (egNEOS) finanzierte das Windrad mit einem kurzfristigen Bankdarlehen und mithilfe nachrangiger Darlehen von Anlegern. Die Baukosten für die Anlage betrugen rund fünf Millionen Euro. Die Energiegenossenschaft sucht nun weitere Investoren, um einen Teil des Bankkredites abzulösen.

Die Beteiligung ist mit dem Beitritt zu der Energiegenossenschaft verbunden. Wer sich an dem Windrad beteiligt, erwirbt einen sogenannten Baustein zu 500 oder 1.000 Euro. 20 Prozent des Bausteins dienen dem Erwerb von Genossenschaftsanteilen. Mit den übrigen 80 Prozent der Summe stellt das neue Mitglied der Genossenschaft ein nachrangiges Darlehen zur Verfügung. Das Darlehen hat entweder eine Laufzeit von 10 oder 20 Jahren und damit eine feste Verzinsung von 2,5 oder 3,5 Prozent.
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