22.03.11 Erneuerbare Energie

Italienische Regierung lenkt ein - Übergangslösung bei der Vergütung von Solarstrom

In Italien zeichnet sich eine Übergangslösung für die Vergütung von Solarstrom ab. Demnach dürfen in 2011 insgesamt 2.000 MW Photovoltaik neu ans Netz gebracht werden. Die von der Regierung angestrebten Tarifkürzungen von bis zu 30 Prozent ab Juni sind vom Tisch. Das haben die einheimischen Photovoltaikverbände nach eigenen Angaben in Verhandlungen mit der Regierung durchgesetzt. Mit den Kürzungsplänen hatte diese darauf reagiert, dass wohl schon bis 2012 das Photovoltaik -Ziel von 8.000 MW in 2020 erreicht wird (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete). Die zunächst angekündigte Tarifkürzung hatte Befürchtungen genährt, dass Banken und Investoren sich sofort aus der Finanzierung von italienischen Solarprojekten zurückziehen. Nun sollen die Einspeisetarife ab Mitte 2011 nur geringfügig sinken und ab 2012 um rund 15 Prozent.
Laut Paolo Romani, dem italienischen Industrieminister, sieht die Einigung mit den Verbänden vor, dass die Solartarife ab 2012 mit den Zubauraten der Photovoltaik verbunden werden. Er strebt an, dass ab 2017 keine Solartarife mehr gesetzlich festgeschrieben werden. Zudem will er für Großprojekte ab fünf MW eine Auktionierung mit Mindestpreisen einführen. Vertreter der Regierung und der Photovoltaikverbände wollen ihre Verhandlungen in den kommenden Wochen zum Abschluss bringen.

Italien ist nach Deutschland der zweitgrößte Solarmarkt der Welt. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen hatten vom Photovoltaikboom der letzten Jahre profitiert.  Das deutsche Emissionshaus Enrexa hatte den Vertrieb seines Italien-Solarfonds Azzurro Uno in der vergangenen Woche gestoppt (wir Opens external link in new windowberichteten).
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