04.01.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Jahresrückblick Bioaktien: wenige Gewinner und viele Verlierer

Bioenergie-Aktien haben sich im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich entwickelt. Dies erfolgte weitgehend unabhängig vom jeweiligen Branchensegment: Gewinner und Verlierer gab es sowohl bei Unternehmen, die Biogas- oder Biomassekraftwerke errichten und betreiben, als auch bei Herstellern von Biokraftstoffen sowie den Lieferanten der entsprechenden großtechnischen Anlagen. Die beste Wertentwicklung der deutschen Bioenergie-Aktien zeigte 2012 die 2G Energy AG aus Heek im Münsterland. Die Aktie der Spezialistin für klimaschonende Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) verteuerte sich im Jahresverlauf um rund 33 Prozent. Diese Aktie war schon 2011 die stärkste Bioenergie-Aktie des Jahres 201 gewesen. Damals hatte sich ihr Kurs im Jahresverlauf mehr als verdoppelt.

Dabei verlief das Kalenderjahr 2012 für die 2G keineswegs besonders erfolgreich. Zwar hat das Unternehmen den Umsatz in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,6 Prozent auf 68,3 Millionen Euro verbessert. Das Neunmonatsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag jedoch mit 4,0 Millionen Euro um 200.000 Euro unter dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge belief sich damit auf 4,9 Prozent nach 5,6 Prozent im Vorjahr. Aber die Börsianer honorierten offenbar, dass Investitionen das Ergebnis belasteten, mit denen sich 2G aussichtsreich für die Zukunft aufstellte. Die 2G verfolgt ehrgeizige Ausbauziele. So beliefen sich Anfang 2012 ihre Produktionskapazitäten auf rund 700 Aggregate. Bis Ende September 2012 wurden sie auf 1.100 ausgebaut, bis 2015 will das Unternehmen eine Produktionskapazität von 1500 Aggregaten erreichen. Zudem setzt die KWK-Spezialistin verstärkt auf das Auslandsgeschäft. Ihre Zielmärkte sind insbesondere die USA und Osteuropa. Denn dort könne durch KWK mit relativ geringen Investitionen eine stabile und effiziente Stromversorgung aufgebaut werden kann, wo die heutige Strominfrastruktur überfordert ist oder eine stabile Stromversorgung nicht existiert, wie der 2G-Vorstand erläuterte.

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird die zur Stromerzeugung produzierte Wärme anschließend für Heizzwecke genutzt. Hierdurch erreichen KWK-Anlagen eine deutlich höhere Effizienz als reine Stromerzeugungsanlagen. Häufig werden hierbei Strom und Wärme aus Biogas erzeugt. In Deutschland wird derzeit rund 15 Prozent des Stroms in KWK-Anlagen produziert. Die Bundesregierung will diesen Anteil bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu steigern, dazu hat sie sich gegenüber der EU verpflichtet, die aufgrund ihrer Klimaschutzziele auf einen verstärkten Einsatz der KWK in der Union drängt. Mit der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes erhöhte die Bundesregierung Mitte 2012 die Förderung für alle Anlagengrößen um 0,3 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh). Anlagen, die ab 2013 der Emissionshandelspflicht unterliegen, erhalten zusätzlich einen Ausgleich von noch einmal 0,3 ct/kWh. Zudem werden Investitionen in Wärmenetze stärker unterstützt, etwa durch die Förderung von Wärmespeichern mit Zuschlägen von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten. Denn Wärmespeicher erlauben eine bessere Abstimmung der Stromerzeugung in KWK-Anlagen mit der fluktuierenden Einspeisung Erneuerbarer Energien. KWK-Anlagen mit Wärmespeichern können zeitweise unabhängig vom Wärmebedarf Strom einspeisen und die gleichzeitig erzeugte Wärme in Speichern zwischenlagern.

Dass das Geschäft mit KWK kein Selbstläufer ist, zeigte in 2012 das Beispiel der Greenvironment plc aus Berlin. Diese ebenfalls börsennotierte KWK-Spezialistin setzte vor allem aus Märkte in Osteuropa, kam dort aber nicht ausreichend zum Zug. Sie musste im September einen Insolvenzantrag stellen.

Nicht ganz so schlimm verlief die Entwicklung für die AGO AG Energie + Anlagen AG. Sie ist auf den Bau von KWK-Anlagen zur Strom und Wärmeversorgung spezialisiert. Dabei setzt das Unternehmen aus dem bayrischen Kulmbach auf Holz oder Bio- und Klärgas als Energieträger. Doch hohe Kosten für die Umstrukturierung des seit längerem kriselnden Unternehmens belasteten auch 2012 die Geschäfte. Im Dezember musste die Gesellschaft nicht nur aufgrund von Einmalaufwendungen eine Gewinnwarnung veröffentlichen, laut der sie für das vierte Quartal einen Verlust erwartet. Nach ihren Angaben beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft damit voraussichtlich nicht einmal mehr die Hälfte des Stammkapitals. Um die Finanznot zu lindern beschloss die einberufen Hauptversammlung im Dezember, eine 2011 begebene Teilschuldverschreibung der AGO AG Energie + Anlagen vorzeitig in Aktien umzuwandeln. Damit erzielte der im Herbst neu bestellte Vorstand einen wichtigen Erfolg seiner Strategie zur Konsolidierung des Unternehmens. Die Aktie dümpelt aber weiter im Kurskeller, sie hat im Jahresverlauf fast 60 Prozent an Wert eingebüßt.

Biogasunternehmen brach der deutsche Absatzmarkt weg

Auf Biogasanlagen hat sich die Bielefelder Biogas Nord AG spezialisiert. Sie stand in 2012 vor der Herausforderung, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung zum Jahresbeginn die Vergütung von Grünstrom aus Biogasanlagen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) deutlich verringert hat. Daraufhin brach die Nachfrage für Biogastechnologie in Deutschland ein. Doch es gelang der Biogas Nord AG, das Geschäft im Ausland sehr schnell sehr stark zu steigern. Im ersten Halbjahr 2012 erhöhte sie das Auslandsgeschäft: Hier gelang der Biogas Nord gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzsprung von 1,8 Millionen auf 11,7 Millionen Euro. Daher ging der Halbjahresumsatz gegenüber 2011 nur leicht zurück, von 20,1 Millionen auf 19,5 Millionen Euro. Das Bruttoergebnis wurde sogar um 9,1 Prozent auf rund 5,7 Millionen Euro verbessert. Die Aktie des Biogasunternehmens gewann im Jahresverlauf in Frankfurt rund zwölf Prozent an Wert.

Die EnviTec Biogas AG aus Lohne ist ebenfalls eine Biogasspezialistin. Doch ihr Aktienkurs gab im Jahresverlauf um rund 25 Prozent nach. Denn das Unternehmen konnte die Absatzschwäche im deutschen Heimatmarkt nicht ausgleichen und musste daher Ende November 2012 stark rückläufige Neunmonatszahlen präsentieren. Das Neunmonatsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank gegenüber 2011 von 8,0 auf 2,6 Millionen Euro.
Jörg Fischer, Finanzvorstand der EnviTec Biogas AG, führte zur Erklärung an, dass die Nachfrage nach neuen Biogasanlagen in Deutschland - dem größten Biogasmarkt der Welt –um 80 Prozent eingebrochen sei. Das Unternehmen stellte für das Gesamtjahr einen Jahresumsatz von mehr als 180 Millionen Euro und „ein deutlich positives Ergebnis“ in Aussicht. Um Kosten zu sparen soll die Aktie der Biogasspezialistin in ein niedrigeres Börsensegment wechseln. Statt im Prime Standard der Deutschen Börse werde die EnviTec-Aktie ab Sommer 2013 im Entry Standard gehandelt werden, kündigte sie an. Einen entsprechenden Beschluss habe der Vorstand gefasst, gab EnviTec bekannt. Im Entry Standard wird ein deutlich geringerer Aufwand für die fortlaufende Finanzberichterstattung verlangt.

Auf Biogasanlagen setzte die BKN biostrom AG aus Vechta. Doch Mitte Juni 2012 musste das Unternehmen Insolvenz beantragen. Es erklärte dies mit der Insolvenz von acht Klienten der biostrom service GmbH, die die technische Betriebsführung von Biogasanlagen als Servicedienstleister anbietet. Die mit den Kunden wegfallenden Einnahmen und noch ausstehenden Forderungen habe man nicht durch die im Eigenbetrieb befindlichen Biogasanlagen ausgleichen können.

Bildhinweis: Biogasanlagen der BKN. / Quelle: Unternehmen


Im Juli gelang mit der KTG Energie AG einer deutschen Biogasproduzentin ein erfolgreicher Börsengang. Die KTG Energie AG konnte alle 1.000.000 Aktien aus ihrer Kapitalerhöhung zum Festpreis von 13,80 Euro je Stück vollständig platzieren. Neben der Kapitalerhöhung wurden 500.000 Aktien aus dem Besitz des Muttergesellschaft, des ebenfalls in Hamburg ansässigen Agrarkonzerns KTG Agrar AG, umplatziert. Somit wurde ein Bruttoemissionserlös von rund 20,7 Millionen Euro erzielt worden. Mit den Einnahmen will die KTG Energie AG vor allem den Ausbau seiner Biogasproduktionskapazität finanzieren. Schon jetzt ist die Gesellschaft nach eigenen Angaben der drittgrößte deutsche Produzent erneuerbarer Energie aus Biogas.
Seitdem die KTG Energie im Jahr 2006 die erste Biogasanlage in Betrieb genommen hat, ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile verfügt die KTG Energie über unter Volllast laufende Anlagen mit einer Produktionskapazität von über 30 Megawatt (MW). Bis 2015 will sie nach eigenen Angaben ihr Biogasanlagen-Portfolio auf 60 MW elektrische Leistungskapazität nahezu verdoppeln. Laut Dr. Thomas Berger, Vorstandsvorsitzender der KTG Energie, „ist die Versorgung der Biogasanlagen der KTG Energie AG mit nachwachsenden Rohstoffen langfristig dadurch gesichert, dass sie als Tochterunternehmen des Landwirtschaftsunternehmens KTG Agrar AG von dieser mit Zweitfrüchten, Gras und Stroh beliefert wird. Darüber hinaus sei das Geschäftsmodell der KTG Energie sehr gut planbar, weil das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) eine feste Einspeisevergütung für den produzierten Strom aus Biogasanlagen für 20 Jahre garantiere.

Im September hat die KTG Energie AG dann ein deutlich verbessertes Halbjahresergebnis vorgelegt. Demnach steigerte sie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent von 1,8 auf 2,6 Millionen Euro. Der Umsatz dieses Zeitraums kletterte auf Jahressicht um 51 Prozent von 8,9 auf 13,4 Millionen Euro.
Die Aktie der KTG Energie AG war im Juni in Frankfurt mit einem Kurs von leicht über 14 Euro gestartet. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch von 15 Euro sank der Kurs bis zum Jahresende bis leicht unter 14 Euro ab. Denn im Oktober scheiterte die von ihr angekündigte Übernahme der Aktienmehrheit an der DTB–Deutsche Biogas AG. Wie die KTG Energie AG mitteilt, haben die DTB – Deutsche Biogas AG und ihr Mehrheitsaktionär Horst Lammers zwischen dem Abschluss der verbindlichen Vereinbarung vom 22.09.2012 und dem geplanten Closing "transaktionserhebliche Unterlagen nicht fristgerecht dargelegt und die Verhandlungen unvermittelt abgebrochen".

Diese überraschende Wendung setzte auch die Aktie der DTB – Deutsche Biogas AG unter Druck. Sie verbilligte sich im Jahresverlauf um rund 77 Prozent. Dabei hatte die Biogasspezialistin mit Sitz im ostfriesischen Friesoythe im Juli eine gute Bilanz für das Ende März beendete Geschäftsjahr 2011/2012veröffentlicht. Demnach ward er Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert um 63 Prozent auf 32,9 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT wurde um 26,7 Prozent auf 5,7 Millionen Euro verbessert. Die DTB - Deutsche Biogas AG erzeugt und vertreibt Strom und Wärme aus Biogasanlagen.

Uneinheitliche Entwicklung bei Biokraftstoff-Aktien

Die Verbio Vereinigte Bioenergie AG mit Sitz in Zörbig (Sachsen-Anhalt) produziert neben Biotreibstoff auch das Gas Biomethan. Ursprünglich wollte das Unternehmen seine Biogasproduktion massiv erweitern und bis 2015 rund 100 Millionen Euro in den Bau neuer Biomethanproduktionsanlagen zu investieren. Doch im Dezember kassierte der Vorstand diese Pläne und beschloss ein Kostensenkungsprogramm. Schon im November hatte die Gesellschaft schwache Zahlen für das erste Quartal des am 1. Juli gestarteten Geschäftsjahres vorgelegt. Demnach schrumpfte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 224,4 auf 217,5 Millionen Euro. Das EBIT brach massiv ein. Nach einem Plus von 3,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum verbuchte Verbio ein Minus in Höhe von 4,9 Millionen Euro.
Das Unternehmen erklärt diese Entwicklung vor allem mit der geringen Anlagenauslastung, die eine Folge der massiven Einfuhr von subventioniertem Biodiesel aus Argentinien und Indonesien in Deutschland sei, ergänzt durch gestiegene Importe von Biodiesel aus Altspeisefetten. Auch hätten Verluste aus Sicherungsgeschäften in Höhe von insgesamt 6,8 Millionen Euro das Ergebnis von Verbio belastet. Die Aktie des Unternehmens setzte 2012 ihre Talfahrt fort und verlor im Jahresverlauf rund 58 Prozent an Wert.

Bildhinweis: Zapfsäule für Biodiesel. / Quelle: VDM


Unter dem schwierigen Marktumfeld für Biotreibstoffe litt im vergangenen Jahr auch die Petrotec AG. Dabei hatte der Biokraftstoffhersteller aus Borken im März noch neues Vertrauen mit einer positiven Bilanz für das Geschäftsjahr 2011 erlangt. Demnach gelang mit einem EBIT von 5,3 Millionen Euro die Rückkehr in die Gewinnzone nach einem EBIT- Verlust von 5,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresumsatz 2011 wurde im Vergleich zu 2010 um 97 Prozent auf 173 Millionen Euro verbessert. Doch laut den im November veröffentlichten Zahlen für die ersten drei Quartale kehrte sich der Trend in 2012 wieder um. Das Unternehmen beklagte ein schwächeres Auslandsgeschäft, speziell in Großbritannien. 2011 hatte es fast den gesamten Umsatz im Ausland erwirtschaftet, davon über 60 Prozent in Großbritannien. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern von alternativen Kraftstoffen setzt Petrotec nicht auf landwirtschaftliche Produkte wie Mais oder Raps als Rohstoffe. Das Unternehmen ist einer der größten europäischen Hersteller von Biodiesel aus gebrauchten Speisefetten der Gastronomie, aus Pflanzen- und aus anderen Fetten. Daher ist es einer der größten Entsorgungsbetriebe für Altspeisefette in Deutschland. Die 100prozentige Tochtergesellschaft Vital Fettrecycling GmbH verfügt über 15.000 Sammelstellen für Altspeisefette, die zum Beispiel aus Hotel- und Restaurantküchen stammen. Sie bereitet die Rohstoffe auf und produziert daraus Biodiesel, der dann mit Petrotec Biodiesel GmbH von einer weiteren 100prozentigen Tochtergesellschaft vertrieben wird.

Der Einsatz von Biodiesel, der aus Altfetten erzeugt wird, ist weitaus klimaschonender als herkömmlich produzierter Biodiesel. Deshalb fördert die EU über eine entsprechende Richtlinie den Einsatz von Biodiesel, wie ihn Petrotec herstellt. Sie hält Mineralölkonzerne dazu an, größere Mengen davon ihrem herkömmlichen Treibstoff beizumischen als Biodiesel, der auf Pflanzen als Rohstoff basiert. Die EU-Vorgabe, dass bis 2020 ein Zehntel der in der Union eingesetzten Treibstoffenergie aus Biotreibstoffen bezogen werden muss, dürfte den Absatz von Petrotec-Biodiesel in den kommenden Jahren ankurbeln. Daher fiel der Kursverfall der Petrotec-Aktie in 2012 trotz der schwachen Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr mit rund 15 Prozent eher moderat aus.

Die BDI BioEnergy International AG aus Grambach bei Graz in Österreich setzt ebenfalls auf eine spezielle Technologie zur Produktion von Biotreibstoffen. Sie produziert diese aber nicht selbst, sondern fertigt für die Hersteller so genannte Waste-To-Energy-Biodieselanlagen. Die verwerten für die Produktion von Biotreibstoff Abfall-und Reststoffe. Allerdings stockte in 2012 der Absatz der Österreicher. Für die ersten neun Monate wies BDI BioEnergy mit 19,1 Millionen Euro knapp 31 Prozent weniger Umsatz aus als im Vorjahreszeitraum. Und nach 3,3 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) in den ersten drei Quartalen 2011 schlugen nun 3,7 Millionen Euro Verlust zu Buche. Dies erklärte der Vorstand vor allem mit Projektverzögerungen, die zu Umsatzeinbußen geführt hätten, und mit außerordentliche, nicht-zahlungswirksame Abschreibungen auf Firmenwerte beinahe verdoppelt. Sehr gut hat sich jedoch der Auftragsbestand des österreichischen Spezialunternehmens in den ersten neun Monaten entwickelt. Zum 30. September 2012 standen Bestellungen im Wert von 30,2 Millionen Euro in den BDI-Büchern und damit doppelt so viel wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das stärkte den Kurs der Aktie, die im Jahresverlauf rund vier Prozent an Wert gewann.

Um sieben Prozent verteuerte sich der Anteilsschein der CropEnergies AG. Die börsennotierte Tochter des Ernährungskonzerns Südzucker AG konzentriert sich auf die Produktion von Bioethanol und machte damit in 2012 gute Geschäfte. Das Unternehmen aus Mannheim steigerte den Umsatz der ersten neun Monate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,7 Prozent von 426 auf 510 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 43 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2011 auf 70 Millionen Euro im aktuellen Vergleichszeitraum. Das entspricht einer Steigerung um 62 Prozent. Die Führung von CropEnergies korrigierte im Dezember die Gesamtjahresprognose nochmals nach oben. Statt auf 610 bis 630 Million Euro soll der Jahresumsatz auf mehr als 670 Millionen Euro anwachsen nach 572 Millionen Euro im Vorjahr. Ferner stellte das Unternehmen beim EBIT 80 Millionen Euro in Aussicht statt wie zuvor 62 bis 68 Millionen Euro und nach 53 Millionen Euro operativem Gewinn im Vorjahr.
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