Die UmweltBank wächst weiter. / Foto: Unternehmen

29.01.18 Nachhaltige Aktien , Meldungen , Finanzdienstleister

Jahreszahlen für 2017: UmweltBank wächst weiter

Die UmweltBank ist im Geschäftsjahr 2017 erneut gewachsen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen stieg das Geschäftsvolumen nach Bankangaben auf knapp 3,8 Milliarden Euro. Ihr Eigenkapital konnte die Nürnberger Bank um rund 10 Prozent steigern. Auch das Kreditvolumen und die Mitarbeiteranzahl kletterten. Wie vom Vorstand zuvor prognostiziert, ging allerdings das operative Ergebnis 2017 auf 40,3 Millionen Euro zurück.

Der Hauptgrund dafür sei die gesunkene Zinsmarge aufgrund der allgemeinen Situation am Kapitalmarkt, so die Nürnberger Bank. Der Jahresüberschuss hingegen wuchs durch eine angepasste Rücklagenbildung auf fast 16,7 Millionen Euro. „Die UmweltBank liegt mit diesem Ergebnis weiterhin im absoluten Spitzenfeld der Bankenbranche“, so Stefan Weber, Vorstandssprecher der Bank.

Die Nachfrage nach Krediten für Erneuerbare-Energien-Projekte sowie ökologische Bauvorhaben sei weiterhin auf einem hohen Niveau, so die Bank. Im vergangenen Jahr hat die Bank nach eigenen Angaben mehr als 450 neue Umweltprojekte mit einem Kreditvolumen von rund 429 Millionen Euro finanziert. Seit ihrer Gründung 1997 sind es insgesamt über 22.500 Vorhaben.

Mehr Kredite vergeben: Sozialer Wohnungsbau erfolgreich

Die Summe aller ausgereichten Umweltkredite lag 2017 bei 2,7 Milliarden Euro, ein Anstieg von 4,4 Prozent. Neue Ausschreibungsverfahren für Photovoltaikanlagen ab 750 Kilowatt peak (kWp) und Windenergieprojekte an Land sorgten nach Angaben der Bank für Unsicherheiten bei Projektentwicklern und Anlagenherstellern. Dennoch habe die UmweltBank ihren Marktanteil bei Finanzierungen für Solarstromanlagen ab 250 kWp auf rund 13 Prozent gesteigert und so ihre Position als Förderbank der Energiewende gestärkt.

Außerdem hat die UmweltBank 2017 in den sozialen Wohnungsbau investiert. Ein Tochterunternehmen hat mit der Realisierung von 157 ökologisch-sozialen Wohnungen in Tübingen begonnen, und in Berlin entstanden mithilfe der Bank in den Stadtteilen Friedrichshain und Lichtenberg Mehrfamilienhäuser mit 106 Wohnungen und einer Wohn- und Nutzfläche von insgesamt über 11.000 Quadratmetern.

Das Umweltmanagementsystem der Bank ist zertifiziert

Um ihr Engagement zu verdeutlichen, hat sich die Bank den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen verpflichtet. Darüber hinaus ließ sich das Unternehmen nach dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) zertifizieren und veröffentlichte eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

"Wir setzen auf langfristige Kundenbeziehungen. In diesem Zusammenhang ist eine gesunde Balance aus persönlichem Kontakt und Digitalisierung enorm wichtig. Deshalb investieren wir verstärkt in schlanke Prozesse, innovative Produkte und zusätzliches Personal", erklärt  Vorstandsmitglied Jürgen Koppmann.

Die börsennotierte UmweltBank hat rund 10.500 Aktionäre. Die UmweltBank-Aktie wird im Marktsegment m:access der Börse München gehandelt. Laut ihrer Satzung sind Entlastung der Natur und finanzieller Erfolg bei ihr gleichberechtigte Ziele. Ihren Erfolg misst die Bank nicht nur an wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern auch an eingesparten CO2-Emissionen durch die Finanzierung innovativer Umweltprojekte.

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
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