Das Dach dieses Hauses in Japan wurde mit Modulen von Canadian Solar bestückt. / Quelle: Unternehmen

  Erneuerbare Energie

Japan kürzt Solarstromtarife - Vergütung weiter auf hohem Niveau

In Japan werden die festen Einspeisetarife für Solarstrom deutlich gesenkt. Sie fallen zum 1. April um elf Prozent auf im Durchschnitt 32 Yen. Das sind umgerechnet knapp 23 Eurocent je Kilowattstunde. In Deutschland sind die festen Einspeisetarife für Solarstrom aus neu ans Netz kommenden Anlagen nur ungefähr halb so hoch. Auch in Japan gelten die Photovoltaik-Einspeisetarife ab dem Netzanschluss für 20 Jahre.

Die üppige Solarstromvergütung in Japan war 2012 eingeführt worden und hatte trotz einer ersten Anpassung im vergangenen Jahr einen Photovoltaikboom ausgelöst. 2013 wurde nur in China noch mehr neue Solarstromkapazität ans Netz gebracht. In Japan belief sich der Zubau auf rund sieben Gigawatt (GW), womit der Inselstaat die Vereinigten Staaten mit rund fünf GW auf den dritten Platz der größten Solarmärkte verwies. Zum Vergleich: Deutschland erreichte im vergangenen Jahr nur einen Zubau von 3,3 GW.

Mit der Tarifkürzung reagiert das zuständige Superministerium für Wirtschaft, Finanzen und Handel (METI) in Tokio lediglich auf die Preissenkungen bei Solarmodulen. Es bleibt für Investoren weiter sehr attraktiv, in Japan Solaranlagen ans Netz zu bringen.
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