Der chinesische Konzern JinkoSolar setzt auf ein Wachstum des Solarmarkts in 2018. / Foto: Unternehmen

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Gewinneinbruch bei JinkoSolar - so geht's weiter

Solarmodul-Hersteller JinkoSolar hat 2017 fast doppelte so viel ausgeliefert - dennoch erlitten die Chinesen einen Gewinnrückgang. 

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Die veröffentlichten vorläufigen Zahlen für 2017 setzen den Papieren von JinkoSolar zu. Bisher verlor die Aktie fast 2 Prozent im Kurs - im Tradegate wird sie für 16,0 Euro gehandelt (Stand: 22.3., 12:29 Uhr).

Wer vor einem Jahr 1.000 Euro in JinkoSolar-Aktien steckte, hat damit noch ein Kursplus von 106 Euro gemacht. 

Deutliches Umsatzplus im vergangenen Jahr

"2017 haben wir unsere global führende Position im Markt weiter ausgebaut - durch die Auslieferung von 9.807 Megawatt an Solarmodulen", sagte CEO Kangping Chen. Dies sei ein Plus von 47,3 Prozent gegenüber 2016. Entsprechend stieg der Umsatz um fast 24 Prozent auf umgerechnet 4,07 Milliarden US-Dollar. 

Der Anstieg sei im Wesentlichen auf die gestiegenen Auslieferungen von Solarmodulen zurückzuführen, die teilweise aber durch einen Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise kompensiert wurden.

"Unsere Bruttomarge betrug 11,3 Prozent für das Jahr, verglichen mit 18,1 Prozent in 2016. Dies ist teilweise auf die verstärkte Zusammenarbeit mit OEM-Partnern zurückzuführen, um der steigenden Nachfrage vor allem im ersten Halbjahr 2017 gerecht zu werden, und höheren Rohstoffkosten", so der CEO. Original Equipment Manufacturers (OEM) sind Erstausrüster. 

Gewinn stark rückläufig 

2017 sind die Kosten um fast 6 Prozent in die Höhe geschnellt - Liefer- und Garantiekosten seien gestiegen, hieß es. Auch die höheren Preise für den für die Produktion nötigen Rohstoff Silizium belasteten das Nettoergebnis. Hinzu kamen Währungsverluste in Höhe von rund 19 Millionen Dollar. 

Das Ergebnis betrug noch 21,8 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 85 Prozent. Bereinigt lag es bei 32,1 Millionen Dollar (minus 84 Prozent). Das Ergebnis je Aktie lag im Gesamtjahr bei 0,24 US-Dollar. 

Geschäft mit Solarmodulen soll weiter wachsen

Das Management geht davon aus, dass JinkoSolar seine Bruttomarge und den Gewinn 2018 "erheblich" verbessern kann. Als Grund nannte es die gesunkenen Rohstoffkosten, den geringeren OEM-Einsatz sowie die dann weiter optimierte Kostenstruktur.

Für das erste Quartal 2018 schätzt das Unternehmen die Gesamtlieferungen von Solarmodulen im Bereich von 1,8 Gigawatt (GW) bis 2 GW. Im Gesamtjahr sollen sie im Bereich von 11,5 GW und 12 GW liegen (2017: 9,8 GW).

JinkoSolar nennt Details zur geplanten US-Produktion 

Auch die Strafzölle/Schutzzölle auf Solar-Importe in den USA bleiben für JinkoSolar nicht ohne Folgen - lesen Sie dazu auch unseren Beitrag über Solar-Aktien. US-Präsident Donald Trump hatte die Tarife nach einer Petition (Section 201) mehrerer Unternehmen verhängt. 

"Obwohl viele der Details aus der Section 201-Petition noch nicht ausgeräumt sind, haben wir die Pläne zur Investition in den Bau einer modernen Solarmodul-Produktionsstätte im Südosten der USA abgeschlossen, um die lokale Marktnachfrage zu befriedigen", so CEO Kangping Chen.

Man werde aber weiter auch in fortgeschrittenen Produktionskapazitäten in Übersee investieren, denn: "Die Schwellenmärkte werden allmählich zu unserem größten Wachstumstreiber, wobei die Nachfrage aus Lateinamerika und Australien eine erhebliche Wachstumsdynamik generiert und der Mittlere Osten und die afrikanischen Märkte im kommenden Jahr steigen werden." 

JinkoSolar Holding Co., Ltd: ISIN US47759T1007 / WKN A0Q87R

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