02.03.10 Erneuerbare Energie

juwi Gruppe will mit Grünstromprojekten klotzen

Eine massive Ausweitung seiner Geschäfte unter anderem in Osteuropa, Lateinamerika und den USA kündigt der deutsche Energieanlagenprojektierer juwi an. Hauptsäulen des Wachstumskurses seien Wind- und Solarenergie, teilt der Konzern mit Sitz in Wörrstadt im Landkreis Alzey-Worms mit. Die US-Tochterfirma juwi Solar Inc. realisiere derzeit drei Anlagen in Florida (15 Megawatt Leistung), Ohio (12 Megawatt) und Texas (16 Megawatt). Überdies werde die juwi-Gruppe in den kommenden Jahren Windparks der Größenordnung 60 Megawatt in den US-Bundesstaaten Kansas, Iowa, Ohio, Indiana, Minnesota und Michigan errichten. Insgesamt plant juwi in den kommenden Jahren in den USA  Wind- und Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von über 1.000 Megawatt ans Netz zu bringen.


Im Senegal übernehme der Konzern die Ausstattung von 50 Dörfern mit Solarstromanlagen, die bislang nicht an das allgemeine Stromnetz angeschlossen seien Auch ein Einstieg in den Energiemarkt Südafrikas sei denkbar, erklärt juwi-Vorstand Matthias Willenbacher. Insbesondere der Solarmarkt des Landes gilt als sehr wachstumsträchtig (per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu einem ECOreporter.de-Beitrag mit einer Analyse der Bank Sarasin zu den Aussichten des südafrikanischen Marktes).

Auf der Projektliste der juwi Bio GmbH stehen der Unternehmensgruppe zufolge für das laufende Geschäftsjahr mehrere Biogasanlagen und Nahwärmenetze sowie neue Holzpelletswerke, die in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der mit Gemeinschaftsunternehmen mit der Prolignis  Energie Consulting GmbH Holzheizkraftwerke errichten würden, so die juwi-Gruppe weiter. Ziel sei es hier die Pelletsproduktion auf rund 150.000  Tonnen pro Jahr massiv zu steigern. Ebenfalls in Planung sei die die weltweit erste Produktionsstätte in Morbach im Hinsrück, in der Terra Preta („Schwarze Erde“) im industriellen Maßstab hergestellt werden soll. Partnerin für dieses Projekt sei der Boden- und Pflanzenexperte Joachim Böttcher.

Der Baubeginn für ein Laufwasserkraftwerk mit einer Leistung von knapp zwei Megawatt sei für  Anfang 2011 vorgesehen, so juwi weiter. Darüber hinaus will die Gesellschaft ebenfalls noch in diesem Jahr erste seismische Tests für ein Tiefengeothermie-Projekt im Rhein-Main-Gebiet starten, dessen Nutzungsrechte dem Unternehmen jüngst zugesprochen worden seien.

Im Zuge dieser Expansion werde  juwi im laufenden Geschäftsjahr weltweit 200 bis 300 neue Mitarbeiter einstellen und das Geschäftsgebäude am Hauptsitz in Wörrestadt erweitern, hieß es. Im Zuge dessen sei damit zu rechnen, dass der Umsatz der Unternehmensgruppe 2010  auf 800 Millionen Euro ansteige und der Großteil dieses Umsatzes erstmals in der Firmengeschichte im Ausland generiert werde.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x