04.07.01

K: Windenergie und Umweltschutz: Harmonie oder Dissonanz?

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Strom aus Windkraft ist abgasfrei - daher galt die Windenergie lange Zeit als ökologisch und "sanft". Mit der Zahl der Anlagen ist jedoch auch die Zahl der Windenergiegegner gestiegen. Sie halten die Anlagen für zu laut, sie bemängeln den optischen Eingriff in die Landschaft ("Verspargelung"), manche meinen gar, die Mühlen machten die Anwohner krank: Steht die Sonne hinter der Mühle, erzeugen die wirbelnden Rotorblätter ein rasendes Licht- und Schattenspiel, das als "Discoeffekt" bekannt ist. Biologische Gutachten belegen, daß sich die Tierwelt in der Umgebung der Anlagen ändert; so brüten weniger Brachvögel und Goldregenpfeifer in der Nähe. Manche vermuten, daß die Mühlen den Zug der Vögel stören und sie von gewohnten Nistplätzen vertreiben. Doch viele Naturschützer weisen auch darauf hin, daß die Vögel sich an die Propeller gewöhnt haben. Wer sicher sein will, daß er mit der Beteiligung an einer Windkraftanlage ökologisch korrekt investiert, sollte folgende Punkte beachten:

- Ist in den Unterlagen über die Beteiligung der Punkt Umweltverträglichkeit plausibel erläutert?

- Sind die Abstände zur Nachbarschaft so groß, daß die Lärm- und Lichteffektbelästigung erträglich bleibt?

- Der Windpark sollte nicht auf einer Fläche angesiedelt sein, die Naturschützer als besonders wertvoll ansehen. Als unproblematisch gelten beispielsweise alte Kohleabraumhalden o.ä. Brachflächen.

- Sind die Teile der Anlage nach Ablauf der Lebenszeit wiederverwertbar?

- Hat der Hersteller der Anlage ein Umweltmanagement?
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