Aufbauarbeiten für eine Windfarm von Windwärts. / Quelle: Unternehmen

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Käufer für Projekt der insolventen Windwärts GmbH gefunden

Aus dem Bestand der insolventen Windwärts Energie GmbH ist der Windpark Coppenbrügge in Niedersachsen verkauft worden. Nach eigenen Angaben hat die Hamburger Beteiligungsgesellschaft CEE die noch zu errichtende Windfarm erworben. Geplant seien sechs Windkraftanlagen des Typs Enercon E-101 mit einer Nabenhöhe von 135 Metern und einer Nennleistung von 18,3 Megawatt (MW).

Der Windpark Coppenbrügge soll im zweiten Quartal 2015 an das Netz der Westfalen Weser Netz AG angeschlossen werden. Für die kaufmännische Betriebsführung ist laut der Mitteilung die CEE Operations zuständig, während die das Kraftwerkportfolio der CEE Gruppe verwaltet. Die technische Betriebsführung werde Windwärts übernehmen, die als Generalübernehmer auch die Bauphase verantworte, hieß es.

Mit dem Windpark Coppenbrügge wächst das Windkraft-Portfolio der CEE auf knapp 138 MW. Detlef Schreiber, CEO von CEE, sagt zu der Neuerwerbung: „Nach den Windparks Bennigsen, Großenwede und Klein Lobke ist dies bereits der vierte Windpark den wir von Windwärts erwerben. Diese kontinuierliche und erfolgreiche Zusammenarbeit wollen wir auch in Zukunft fortsetzen.“

Das Amtsgericht Hannover hatte im Mai das reguläre Insolvenzverfahren gegen die Windwärts Energie GmbH eröffnet. Von der Insolvenz sind 1.600 Anleger unmittelbar betroffen, die zusammen 18,9 Millionen Euro in vier verschiedene Windwärts-Genussrechte investiert haben. Der nächste wichtige Termin für die Anleger ist die Gläubigerversammlung. Diese soll Windwärts zufolge am 31. Juli 2014 stattfinden. Einerseits soll den Anlegern dabei die Lage erläutert werden. Andererseits werden die Investoren die Gelegenheit haben, einen gemeinsamen Gläubigervertreter zu wählen, der ihre Interessen gegenüber dem Insolvenzverwalter vertritt.
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