14.10.09 Erneuerbare Energie

Kalifornien führt Einspeisetarif für Solarstrom ein

Der US-amerikanische Bundesstaat Kalifornien hat nun einen Einspeisetarif für Solarstrom eingeführt. Wie aus US-Medienberichten hervorgeht, sollen damit Aufdachanlagen bis zu einer Größe von drei Megawatt gefördert werden. Gouverneur Arnold Schwarzenegger setzt gleichzeitig seine bisherigen Ziele nach oben: Nun will er bis 2020 ein Drittel des kalifornischen Energieverbrauchs durch erneuerbare Quellen decken.

Der Einspeisetarif, der sich am deutschen EEG als Vorbild orientiert, ergänzt bereits bestehende steuerliche Förderungen und wird wahrscheinlich bei 15 bis 17 Dollarcent pro Kilowattstunde liegen. Experten rechnen damit, dass durch die neue Förderung im kommenden Jahr Aufdachanlagen mit einer Gesamtkapazität von 500 Megawatt in Kalifornien entstehen könnten.

Zusätzlich zum Einspeisetarif hat Schwarzenegger eine Vereinbarung mit dem US-Innenministerium getroffen, um Großprojekte der erneuerbaren Energie mit einem Gesamtumfang von 7000 Megawatt zu fördern. Eines dieser Großprojekte ist ein 500-Megawatt-Solarpark der Chevron Corp., der in Riverside County geplant ist.

Analysten zufolge dürfte die kalifornische SunPower Corp am meisten von der neuen Einspeisevergütung profitieren, da sie über ein ausgefeiltes Handelsnetzwerk für die eigenen Solarsysteme in Kalifornien verfüge. Unter den chinesischen Herstellern werden Suntech Power Holdings die besten Chancen zugerechnet.
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