30.07.10

Kanzlei erneuert Kritik an Windkraft-Genussrechten

„Rentabel, flexibel  einfach“, mit diesen Worten wirbt der in Itzehoe ansässige Windkraftprojektierer Prokon für seine Genussrechte in den Medien und über Postwurfsendungen. Mittlerweile hat der Konzern drei Tranchen dieser Art auf den Markt gebracht, die Zeichner mit Renditen zwischen 6 und 8 Prozent jährlich locken sollen. Verbraucherschützer hatten die Prokon-Genussrechte wegen ihrer Ausgestaltung scharf kritisiert (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete).


„Ein Genussschein gewährt zwar eine Erfolgsbeteiligung, die aber nur anfällt, wenn ein Profit erwirtschaftet wird. Im schlimmsten Fall droht aber sogar der Totalverlust der Einlage“, erklärt dazu Rechtsanwalt Alexander Kainz von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München, Berlin und Zürich.  „Genussscheininhaber haben ferner praktisch keine Mitwirkungsrechte und werden im Insolvenzfalle nur nachrangig bedient“, so Rechtsanwalt Kainz weiter. Die Kanzlei wies nun darauf hin, dass Anleger, die nicht ausreichend über die Risiken der Prokon-Genussscheine aufgeklärt worden sind,  gegebenenfalls Schasensersatzansprüche geltend machen könnten.



Wegen „Betreiben eines unerlaubten Einlagegeschäfts“ habe Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin)  schon 2009 dafür gesorgt, dass der Fonds Prokon 4. Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. New Energy IV KG rückabgewickelt und aus dem Verkehr gezogen worden sei, so die CLLB weiter. Auch der Prokon Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. New Energy III KG war im Jahr zuvor aus demselben Grund von der Bafin gestoppt worden (mehr dazu lesen Sie Opens external link in new windowhier).

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