04.04.11 Erneuerbare Energie

Kappt Südafrika die Vergütung für Erneuerbare Energien vorzeitig?

Auch in Südafrika sollen die Einspeisevergütungen für Strom aus Erneuerbaren Energien vorzeitig drastisch gekappt werden. Dies meldet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Demnach kündigte die südafrikanische Energieregulierungsbehörde (NERSA) an, die ursprünglich bis 2013 gelten Tarife vorzeitig um bis zu 40 Prozent zu kürzen. Damit werde das Tarifsystem an die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen im Land angepasst und an die von 8 auf 6 Prozent gesunkene Inflationsrate angepasst, so NERSA.


Laut der Regierungspläne soll die Vergütungen für Photovoltaikstrom um 40 Prozent - von 3,94 Rand pro Kilowattstunde (kWh) auf 2,33 Rand pro kWh( etwa 24 Eurocent pro kWh) - gesenkt werden. Für solarthermische Kraftwerke ohne Speicher (Concentrated Solar Power, kurz CSP) soll der Tarif von 2,09 Rand pro kWh auf 1,96 Rand (20 Eurocent) pro kWh reduziert werden. Der Einspeisetarif für Windenergie soll um 25 Prozent, von 1,25 Rand pro kWh auf 0,95 Rand pro kWh (rund 10 Eurocent pro kWh), sinken. Für kleine Wasserkraftanlagen wird der Einspeisetarif den Plänen zufolge von 0,96 auf 0,68 Rand pro kWh (0,7 Eurocent pro kWh) gekürzt.


Die Kürzungspläne brächten die Realisierung einiger bereits geplante Projekte in Gefahr, kritisierte John Ledger, Vorsitzender der südafrikanischen Gesellschaft für nachhaltige Energien (SESSA) das Vorhaben der Energiebehörde. Gleichzeitig konstatierte er jedoch, dass es bereits in der Vergangenheit zahlreiche Gutachten gab, die die ursprünglichen Tarife des im März 2009 eingeführten „Renewable Energy Feed-In Tarif“ (REFIT)als zu hoch einschätzten. Näheres zur bisherigen Entwicklung der regenerativen Energien in Südafrika lesen sie Opens external link in new windowhier.
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