Das neue SMA System kombiniert Solarstrom und Batteriespeicher. / Foto: Unternehmen

15.12.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Karibikinsel mit Solarstrom von SMA Solar

Auf der Karibikinsel St. Eustatius kommt nun tagsüber Solarstrom aus der Steckdose. Die SMA Solar Technology AG (SMA) und ihre Tochtergesellschaft SMA Sunbelt Energy GmbH melden, dass sie das im vergangenen Jahr in Betrieb genommene PV-Diesel-Hybrid-System erweitert haben.

Neue "Sunny Central Storage 2200-Batterie-Wechselrichter" mit "netzbildenden Eigenschaften", so eine Pressemeldung von SMA Solar, ermöglichten es erstmals, die Dieselgeneratoren auf der Insel vollautomatisch abzuschalten, ohne die Stabilität des Stromnetzes zu beeinträchtigen. Mit einer auf 4,15 MW verdoppelten Leistung des Solarparks sowie der erweiterten Kapazität des Batteriespeichers auf rund 5,9 MWh spare der lokale Energieversorger Statia Utility Company (STUCO) jährlich rund 1,7 Millionen Liter fossile Brennstoffe.

"Das neue SMA System kombiniert Solarstrom und Batteriespeicher und bindet wenn nötig Dieselaggregate ein", sagt Fabian Jochem, General Manager der SMA Sunbelt Energy GmbH. "Das System gleicht Leistungsschwankungen des Solargenerators, die insbesondere durch die schnellen Wolkenbewegungen in dieser Region ausgelöst werden, in Millisekunden aus. Überschüssige Energie wird in den Batterien zwischengespeichert und in den Abendstunden genutzt."

Als Herz der Anlage übernehmen erstmals die Batterie-Wechselrichter die Netzbildung. Dadurch können die Dieselgeneratoren tagsüber komplett abgeschaltet werden. Die Batterie-Wechselrichter stabilisieren die Frequenz. Mit der Lösung von SMA sei es nun möglich, die Dieselstromversorgung der Insel tagsüber komplett abzuschalten, ohne dass die Stromversorgung der rund 4.000 Bewohner beeinträchtigt werde, erklärt Fred Cuvalay, Chef des Energieversorgers Stuco.

Auch wenn die Dieselgeneratoren nachts einmal ausfallen, versorgt das SMA System die Insel unterbrechungsfrei mit Strom. Durch den reduzierten Einsatz der Dieselgeneratoren sinken neben dem Kraftstoffverbrauch auch die Betriebsstunden. Dadurch haben wir deutlich geringere Wartungskosten, und der Umwelt werden jedes Jahr über 4.500 Tonnen CO2 erspart.

Die Karibikinsel St. Eustatius hat seit 2010 den Status einer "Besonderen Gemeinde" der Niederlande. Das niederländische Wirtschaftsministerium hat entschieden, sowohl die Insel als auch den Energieversorger Statia Utility Company (STUCO) unabhängiger von Erdöl-Importen zu machen. Nach dem PV-Diesel-Hybrid-System, das 2016 mit dem Intersolar Award für Herausragende Solare Projekte ausgezeichnet wurde, hat es jetzt auch dessen Erweiterung finanziert.
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