Finanzdienstleister

Kirchenbank zieht Jahresbilanz - Erfolg mit Nachhaltigkeitsstrategie

Eine erfolgreiche Bilanz des Geschäftsjahres 2008 hat die Bank für Kirche und Caritas aus Paderborn gezogen. Wie die Kirchenbank mitteilte, stieg die Bilanzsumme um 5,7 Prozent auf 3.098 Mio. Euro. Die Kundenkredite verzeichneten einen Zuwachs von 15,6 Prozent und die Einlagen der Kunden lagen mit einem Bestand von 2.859 Mio. Euro am Jahresende um rund 3 Prozent über dem Vorjahresniveau. „Wir konnten unser Eigenkapital um 13,1 Prozent auf 121 Mio. Euro steigern“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Böger bei der Präsentation der Bilanzzahlen.

Nach seiner Einschätzung konnte sich die Bank in der gegenwärtigen Finanzkrise aufgrund ihrer konservativen und nachhaltigen Anlagepolitik besonders gut behaupten. Sie habe damit Fehlentwicklungen vermieden und könne gestärkt aus der aktuellen Krise hervorgehen. Die Finanzmarktkrise habe die Schwächen des weltweiten Finanzmarktsystems offengelegt. Dazu komme ein verantwortungslos organisierter Finanzmarkt. Die notwendige Reform der Finanzmärkte sollte bei der Regulierung der Anreize beginnen. Er appellierte, die variablen Gehaltsbestandteile von Bankern und Managern stark zu begrenzen und aktienkursabhängige Entlohnungen zu verbieten: „Gewinnstreben allein ist kein ausreichendes Unternehmensziel“, so Böger.

Bei der Bank für Kirche und Caritas eG handelt es sich um eine genossenschaftlich organisierte Kirchenbank. Sie betreut als Kunden die katholische Kirche und deren Institutionen sowie deren hauptamtlich beschäftigte Mitarbeiter. Einen Schwerpunkt legt die Bank auf den Bereich ‚Nachhaltige Geldanlagen’. Sie hat dafür eine Stabstelle eingerichtet, „um nachhaltige Finanzprodukte unter ethischen Gesichtspunkten beständig weiterzuentwickeln und unsere Geschäftspolitik zunehmend unter dem Vorzeichen der Nachhaltigkeit auszurichten“. Dies erklärte deren Leiter Helge Wulsdorf gegenüber ECOreporter.de. Ihm zufolge werden auch die Eigenanlagen der Bank auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Sie habe einen ethischen Nachhaltigkeitsfilter entwickelt, der „mittlerweile in nahezu allen Anlageklassen zum Zug“ komme.
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x