17.01.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Klage erhöht Druck auf angeschlagene AGO AG Energie + Anlagen AG

Eine Anfechtungsklage gegen eine jüngst beschlossene Kapitalmaßnahme bringt die finanziell angeschlagene AGO AG Energie + Anlagen in Schwierigkeiten. Weil die Spezialistin für industrielle Kraft-Wärme-Kupplungsanlagen vorläufigen Berechnungen zufolge im Geschäftsjahr 2012 einen bedrohlichen Verlust erlitten hat, hatte das Unternehmen auf Beschluss einer außerordentlichen Hauptversammlung die vorzeitige Wandlung einer Anleihe in Aktien beschlossen (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete). Diese Maßnahme ist nun durch eine Anfechtungsanklage gebremst worden. Das teilte das Unternehmen aus Kulmbach auf einer neuerlichen außerordentlichen Hauptversammlung mit.

Dabei präsentierten die Verantwortlichen auch vorläufige Zahlen für 2012.  Demnach entstand der AGO bis zum 31. Dezember 2012 sechs Millionen Euro Verlust bei 74 Millionen Euro Umsatz. Die Verluste stammen den Angaben zufolge vor allem aus Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Verkäufen solcher sowie aus Belastungen eines Kraftwerks in Alperstedt.700.000 Euro dieses Defizits sei nicht mehr durch das Eigenkapital gedeckt. Überdies dabei nicht eingerechnet sei die Wandelanleihe im Wert von zwei Millionen Euro, die im kommenden Jahr fällig wäre, so sie nicht vorzeitig in Aktien gewandelt wird.

Diese angespannte finanzielle Gesamtsituation bei der AGO AG Energie + Anlagen hatte die neuerliche außerordentliche Hauptversammlung notwendig gemacht. Der Vorstand bleibt trotz der Anfechtungsklage allerdings optimistisch, die Schuldverschreibung noch im laufenden Jahr wandeln zu können. Danach werde das Eigenkapital der AGO AG nach HGB wieder positiv sein, hieß es weiter.

AGO AG Energie + Anlagen: ISIN DE000A0LR415 / WKN A0LR41
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