02.07.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Klavierbauer verzeichnet Gewinneinbruch um 60 Prozent – Fertigung nur noch in Europa

Einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet der börsennotierte Klavierbauer C. Bechstein Pianofortefabrik AG im Geschäftsjahr 2008. Wie das Unternehmen mit Sitz in Berlin anlässlich der 12. Ordentlichen Hauptversammlung seiner Aktionäre mitteilte, sank der Umsatz von 28,86 Millionen Euro in 2007 auf 26,67 Millionen Euro. Die Gesamtleistung aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erlösen verringerte sich auf 26,33 Millionen Euro (2007: 30,66 Millionen Euro). Bechstein verkaufte 3.594 Instrumente, im Vorjahr waren es 4.111 gewesen. Stärker als der Umsatz ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) eingebrochen, es rutschte von 1,67 Millionen Euro auf 1,12 Millionen Euro ab. Das Jahresergebnis schrumpfte um 60 Prozent auf 535.000 Euro (Vorjahr: 1,31 Millionen Euro).

Man habe allen Negativumständen zum Trotz, auch in 2008 einen klaren Gewinn erwirtschaftet, betont das Unternehmen. In 2008 seien weniger günstige Instrumente aus asiatischer Zuliefer-Fertigung abgesetzt worden. Mittlerweile sei die Umstellung auf eine rein europäische eigene Fertigung vollzogen. Der Einbruch des Exports nach Amerika und Asien sei im wesentlichen den Finanzmärkten geschuldet. Der Inlandsmarkt weise dank der starken Marktposition des Unternehmens nahezu Nachhaltigkeit auf.

Für das 1. Halbjahr 2009 meldet Bechstein einen „guten“ Inlandsabsatz, die Exportschwäche halte an. Umsätze und Ergebnisse entsprächen den Planzahlen. Im Gesamtjahr gehe man von einem Umsatzwachstum im Konzern von fünf Prozent gegenüber 2008 und einem positiven Ertrag aus.

C. Bechstein Pianofortefabrik AG: WKN 519800 / ISIN DE000519800
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