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Kleinaktionäre der belgischen Großbank Fortis verhindern Übernahme durch BNP Paribas

Kleinaktionäre der börsennotierten belgischen Großbank Fortis haben den Verkauf von Teilen des Unternehmens an die belgische Regierung gestoppt. Medienberichten zufolge stimmte eine knappe Mehrheit von 50,3 Prozent der Kleinanleger auf einer per Gerichtsbeschluss erzwungenen Hauptversammlung gegen die Transaktion. Damit sei auch der Weiterverkauf von Teilen der Bank an die französische Bank BNP Paribas SA gescheitert. Auch der chinesische Versicherer Ping An hatte den Angaben zufolge angekündigt, gegen den Verkauf zu stimmen. Ping An sei mit knapp fünf Prozent größter Aktionär von Fortis.

Wie es weiter heißt, muss Fortis nun rund 6,9 Milliarden Euro aufbringen, um die Auslagerung von risikobehafteten Papieren in eine eigenen Gesellschaft zu finanzieren.

Die belgische Regierung hatte die Aktionäre im Vorfeld gewarnt, gegen die Übernahme der Bank zu stimmen. Die Ablehnung des Rettungsplans könne zum Kollaps der Gruppe führen, so der belgische Finanzminister Didier Reynders.

Fortis ist ein wichtiger Anbieter und Vermögensverwalter von Nachhaltigkeitsfonds. Zum Beispiel managt das Fortis SRI-Zentrum das Investmentuniversum etlicher Nachhaltigkeitsfonds der Kapitalanlagegesellschaft ÖkoWorld Lux S.A. Dazu gehören etwa der in diesem Jahr auf den Markt gebrachte ÖkoWorld Klima und der seit vielen Jahren bestehende ÖkoWorld ÖkoVision.

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