30.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

KlimaGut AG fordert mehr Anreize für Klimaschutrz durch Gebäudesanierung

Die Einbeziehung der Gebäudesanierung in den Emissionshandel fordert die Berliner KlimaGut AG in einem offenen Brief an die Bundesregierung. Die Sanierungsmöglichkeiten im Gebäudebestand böten ein kosteneffizientes und leicht zu erschließendes Potenzial, mit dem das Klima wirkungsvoll und volkswirtschaftlich sinnvoll geschützt werden kann, so KlimaGut. In Deutschland würden etwa 20 Millionen Wohngebäude und zirka 30 Millionen Haushalte mehr klimaschädliche Treibhausgase emittieren als die gesamte deutsche Industrie. Fast 40 Prozent des Energieverbrauchs hierzulande entfalle auf Immobilien.

Laut Untersuchungen der bundeseigenen KfW gehöre die Gebäudesanierung zu den effektivsten Instrumenten für die Reduktion von Treibhausgasen. Durch die gegenwärtige Gesetzeslage werde das Einsparpotenzial im Gebäudebereich jedoch nicht erfasst. In der Praxis werde es trotz bestehender Förderanreize immer noch viel zu wenig genutzt. Als Grund dafür habe die KfW die Diskrepanz zwischen gesamtwirtschaftlicher Rentabilität einerseits und einzelwirtschaftlicher Unrentabilität andererseits identifiziert. Mit dieser Diskrepanz begründe die KfW auch die Notwendigkeit eines fördernden Eingreifens des Staates.

„An dieser Stelle muss aus unserer Sicht der Emissionshandel ansetzen. Durch dieses für die Industrie bereits etablierte Instrument können zusätzliche Einnahmen erwirtschaftet werden, mit denen das brachliegende ökologische Sanierungspotenzial in Deutschland erschlossen werden kann“, so KlimaGut. Das Berliner Unternehmen forderte die Bundesregierung dazu auf, sich bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen und auch auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, den Emissionshandel standardmäßig auf den Gebäudebereich auszudehnen und entsprechende Anreize für mehr Energieeinsparung und eine nachhaltige Immobilienwirtschaft zu schaffen.
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