Anlage eines Windkraftprojektes von Planet energy. / Foto: Unternehmen

02.12.15 Anleihen / AIF

Klimaschutzprojekte für Privatanleger - 4,0 bis 5,7 Prozent Verzinsung im Jahr mit Sonnen-, Wasser- und Windenergie

Auf dem Klimagipfel in Paris ringt die Staatengemeinschaft um mehr Klimaschutz. Anleger können mit nachhaltigen Investments dazu beitragen, das Klima zu schonen. ECOreporter.de stellt Anlageangebote vor, die das ermöglichen. Wir beginnen mit nachhaltigen Direktbeteiligungsangeboten, über die Anleger Klimaschutzprojekte finanzieren können.

Wir haben diese Angebote in ECOanlagechecks durchleuchtet. Sie haben in der Analyse finanziell überzeugt. Die jährliche Verzinsung reicht von 4,0 bis 5,7 Prozent. Das Geld der Anleger fließt hier in Projekte, die sich durch einen Beitrag zum Klimaschutz auszeichnen. Sie gelangen zu unseren Analysen der Angebote, indem Sie einfach auf den fett markierten Namen klicken.

Anleihe Enertrag EnergieZins 2025 
Die Enertrag AG hat bislang 302 Windenergieanlagen mitfinanziert und diese produzieren laut dem Prospekt für die Anleihe zusammen mehr als 1,4 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Sie ersetzen damit Strom aus fossilen Kraftwerken in einem Umfang, dass sie eine jährliche Klimabelastung durch rund 900.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) ersetzen. Mit dem Kapital aus der Anleihe will das Unternehmen weitere Windenergieprojekte finanzieren. Anleger erhalten nach seinen Angaben für das Investment in die Anleihe einen jährlichen Zins von 5,2 Prozent.

Genussrecht Saubere Kraftwerke 5 von Planet energy
Auch die Greenpeace Energy-Tochter Planet energy aus Hamburg sammelt Kapital für Windkraftprojekte ein. Ihr Angebot „Saubere Kraftwerke 5“ ist bereits ihr fünftes projektbezogenes Genussrecht. Das eingeworbene Kapital wird in zwei Windparks in Deutschland investiert. Anleger erhalten jedes Jahr eine prognostizierte Verzinsung (IRR) von 4,0 Prozent.

Jubiläums-Anleihe der Green City Energy AG
Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens bietet Green City Energy eine Jubiläums-Anleihe an. Der jährliche Zins beträgt je nach Tranche 4,0 bis 5,0 Prozent. Mit dem Anleihekapital will sie weitere Erneuerbare-Energie-Projekte umsetzen. Das Unternehmen betreibt bzw. plant Windparks und Solarprojekte in Deutschland und in Frankreich, zudem Wasserkraftwerke in Italien und Frankreich. Es hat bislang mehr als 260 Ökostromkraftwerke mit einer Gesamtleistung von über 100 Megawatt (MW) realisiert. Diese ersetzen eine Stromgewinnung aus konventionellen Kraftwerken mit einer Klimabelastung von rund 60.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Bildhinweis: Photovoltaikprojekt von Green City Energy. / Quelle: Unternehmen

Nachrangdarlehen „Windpark Weilrod“ der ABO Invest AG
Noch bis Ende Dezember können Anleger der ABO Invest ein Nachrangdarlehen bis Ende 2024 zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie 4,0 Prozent Zinsen pro Jahr. Das Kapital finanziert ihren hessischen Windpark Weilrod. Die ABO Invest betreut die mehr als 500 Windenergieanlagen und sieben Biogasanlagen der ABO Wind AG. Gemeinsam treiben beide Unternehmen die Energiewende europaweit voran. Ihre Ökostromanlagen in Deutschland, Finnland, Frankreich und Irland erreichen eine Nennleistung von insgesamt über 1.000 Megawatt (MW).

Geschlossene Beteiligung Windpark Hohenzellig von Lacuna
Die Lacuna AG aus Regensburg bietet 5,2 Prozent Zinsen pro Jahr für die Beteiligung an einem Windkraftprojekt in Bayern an. Der Freistaat hinkt bei der Windkraft im Vergleich zu anderen Bundesländern hinterher. Lacuna trägt dazu bei, dass sich das ändert. Sie gehört zur Fronteris-Unternehmensgruppe aus Regensburg, die als Eigenkapitalgeber an zahlreichen Unternehmen im Erneuerbare-Energien-Bereich beteiligt ist.

Geschlossener Solar-AIF Solar Japan 1 von hep capital
Nach der Atomkatastrophe von Fukushima baut Japan die Solarstromkapazität kräftig aus. Daran beteiligt sich hep capital aus Heilbronn, die japanische Solarparks umsetzt. Anleger können über einen Alternativen Investmentfonds (AIF) in diese Solarkraftwerke investieren. Ihnen stellt der Anbieter 5,7 Prozent Zinsen pro Jahr in Aussicht. Der Ausbau der Solarenergie wirkt im ehemaligen Atomstromland Japan dem Neubau von Kohlekraftwerken entgegen.

Zukunftsenergie Deutschland 4 von Neitzel & Cie. - geschlossene Beteiligung an Solaranlagen und an Blockheizkraftwerken
Neitzel & Cie. aus Hamburg hat bisher für rund 150 Millionen Euro Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 58 Megawatt Strom erworben. Mit diesem Beteiligungsangebot sammelt sie vor allem Kapital für weitere Solarkraftwerke ein. Bis zu einem Drittel der Einnahmen will sie für Blockheizkraftwerke im industriellen Maßstab mit Leistungen von mehreren Megawatt aufwenden. Solche Anlagen dienen der Energieeffizienz. Sie ermöglichen es, die bei der der Stromerzeugung anfallende Wärme zu nutzen und auf diese Weise bis zu 40 Prozent der Primärenergie einzusparen. Neitzel & Cie. bietet für das Investment in Zukunftsenergie Deutschland 4 eine Verzinsung von 5,6 Prozent im Jahr.

Anleger sollten aber bei nachhaltigen Direktbeteiligungen auch die Anlagerisiken im Blick haben. Wir weisen in den ECOanlagechecks ausdrücklich auf die Risiken hin. Derartige Investments sind keine Sparbücher mit staatlicher Einlagensicherung, sondern unternehmerische Beteiligungen. Hohe Verluste bis hin zum Totalrisiko sind möglich.
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