KWK-Anlage von 2G. / Quelle: Unternehmen

  Erneuerbare Energie

Kommt bald ein neues Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz?

Der Bundesrat fordert ein neues Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, das die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen regelt. Der Entschließungsantrag des Bundesrates verlangt unter anderem die Einhaltung des Ziels, bis 2020 einen KWK-Anteil von 25 Prozent an der Stromerzeugung zu erreichen. Dabei soll nach Auffassung der Länderkammer die bestehende Fördersystematik beibehalten werden. Gefördert werden sollen nach dem Willen des Bundesrates auch die hocheffizienten Bestandsanlagen, gleichzeitig sollen die Fördersätze für Neubau und Modernisierung von KWK-Anlagen sowie der Förderdeckel im KWK-G insgesamt angehoben werden.

Der Bundesrat reagiert damit auf die den Eckpunkten des Bundeswirtschaftsministeriums vorgeschlagene Zuschlagserhöhung und das eingeräumte Budget im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. "Wir unterstützen ausdrücklich, dass bei diesem wichtigen Thema die Bundesländer gemeinsam Forderungen an die Bundesregierung und damit auch an das federführende Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) richten“, sagt dazu Hildegard Müller vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung weiter: „Seit über zwei Jahren sind mit den KWK-Anlagen effiziente konventionelle Stromerzeugungsanlagen vom Preisverfall an der Strombörse betroffen. Ihre bisherigen Beiträge zum Klimaschutz - 56 Millionen Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr - und für die ‚Wärmewende‘ drohen wegzubrechen, wenn das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz nicht umgehend und konsequent novelliert wird. Darüber hinaus setzt das bestehende Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz keine Anreize mehr, in neue KWK-Anlagen oder in die Modernisierung von Bestandsanlagen zu investieren, weil die ursprünglich für das Jahr 2014 vorgesehene Anpassung an die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer wieder verzögert worden ist. Damit drohen zusätzlich mögliche CO2-Einsparungen durch KWK in Höhe von rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr nicht realisiert zu werden."

Über die Marktsituation für Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen haben wir unter anderem ein ausführliches Interview mit Dietmar Brockhaus veröffentlicht, Vorstand der 2G Energy AG aus Heek. Diese plant und baut KWK-Anlagen. Per  Mausklick  gelangen Sie zu dem Beitrag.
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