Kreditsachbearbeiter eines Mikrofinanzinstitutes (MFI) in Boliven beim Aufbruch zu Kunden: Viele Mikrokreditnehmer wohnen auf dem Land und haben sonst keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Mikrofinanzfonds geben Kapital, damit MFI ihnen Finanzdienstleistungen anbieten können. / Foto: BiB Essen

19.05.17 Fonds / ETF

Kosten des Mikrofinanzfonds der BiB Essen stark gesunken

Der KCD Mikrofinanzfonds – III der Bank im Bistum (BiB) Essen ist deutlich billiger geworden. Der Fonds vergibt Darlehen an Mikrofinanzinstitute aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese können so Kredite an Kleinstunternehmer finanzieren, die sonst keinen Zugang zu Kapital haben und sich mit einem Mikrokredit eine wirtschaftliche Existenz aufbauen können.


Der KCD Mikrofinanzfonds – III wurde Anfang 2015 gestartet und hat seither ein Volumen von rund 56 Millionen Euro aufgebaut. 84 Prozent sind davon in Mikrofinanz investiert.

Bislang kassierte die Bank im Bistum (BiB) Essen von Anlegern des Fonds pro Jahr Gesamtkosten in Höhe von 2,07 Prozent. Die Total Expense Ratio (TER) wurde nun deutlich verringert auf 1,72 Prozent.

Solide Rendite für die Anleger


Mikrofinanzfonds erwirtschaften keine hohe, aber eine solide Rendite. Denn die Rückzahlungsquote ist bei Mikrokrediten ungewöhnlich hoch, liegt bei deutlich über 90 Prozent. Schließlich ist ein Mikrokredit für die Kreditnehmer eine meist einmalige Chance, sich aus der Armut herauszuarbeiten. Die Kosten eines Mikrofinanzfonds sind vergleichsweise hoch, da hoher Aufwand betrieben werden muss, geeignete Mikrofinanzinstitute für Investitionen zu finden.

Der KCD Mikrofinanzfonds – III der Bank im Bistum (BiB) Essen hat seit seinem Start von etwas über zwei Jahren eine Rendite von insgesamt 5,02 Prozent erwirtschaftet. Zudem zahlte er an die Anleger für 2016 eine Ausschüttung von 2,0 Euro je Anteil aus. Wie der Mikrofinanzfonds im Vergleich zu anderen arbeitet und welchen sozialen Nutzen er hat, haben wir im  ECOreporter-Vergleichstest der Mikrofinanzfonds  geprüft und bewertet.
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