Ein Geothermiekraftwerk in Neuseeland: Die Kosten für solche Erneuerbare-Energien-Anlagen sinken seit Jahren. Und dieser Trend hält an, zeigt eine IRENA-Studie. / Foto: Paul Stock, Fotolia

  Erneuerbare Energie

Kosten für Erneuerbare Energien sinken weltweit rasant

Öko-Energien werden immer billiger - das zeigt eine aktuelle Analyse der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). Der Preisverfall bei neuen Wind- und Solarparks sowie Geothermieanlagen ist demnach rasant. Und zwar so rasant, dass sie den Strom in wenigen Jahren weltweit billiger herstellen können als Kohle- oder Erdgas-Kraftwerke.

Seit 2010 sind laut IRENA die Kosten für die Solarstrom-Produktion um fast drei Viertel zurückgegangen. Bei der Windenergie an Land sanken sie um fast ein Viertel. Die Photovoltaik-Kosten werden sich bis 2020 nochmals halbieren, hieß es. Zu diesem Zeitpunkt seien alle auf dem Markt befindlichen Erneuerbaren-Technologien mit fossilen Kraftwerken konkurrenzfähig. Und die Agentur rechnet damit, dass der Preisrückgang auch über das Jahr 2020 hinaus anhalten wird.

Windenergie: Kosten im Schnitt bei 5 Cent je kWh

Neue Windparks produzieren laut der Studie die Kilowattstunde (kWh) Strom heute im Schnitt für rund 5 Cent. Bei Solar-Kraftwerken sind es etwa 8 Cent. Damit lägen sie bereits innerhalb der Kostenspanne für Strom aus Kohle, Öl oder Gas, die bei 4 bis 14 Cent liegt.

Preis für Ökostrom im Sonnengürtel unter 3 Cent

Besonders Solarkraftwerke in sonnigen Ländern verzeichnen Rekord-Niedrigpreise. Dort haben Anlagen in Abu Dhabi, Saudi-Arabien, Mexiko und Peru 2,5 Cent je kWh zur neuen Benchmark gemacht. Für das Jahr 2020 sieht der IRENA-Bericht dann alle Erneuerbaren-Technologien innerhalb der Kostenspanne der fossilen Energien, die meisten sogar am unteren Ende.
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