19.03.13 Erneuerbare Energie

Krise des Emissionshandels gefährdet Deutschlands Klimaschutzziel

Deutschland droht das Klimaschutzziel zu verfehlen, die Treibhausgasemissionen von 2005 bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Das geht aus dem alle zwei Jahre fälligen so genannten „Projektionsbericht“ hervor, den die Bundesregierung an die Europäische Kommission übersandt hat. Demnach erwartet sie bis zum Jahr 2020 je nach Wirtschaftsentwicklung nur eine Treibhausgasminderung von 33 bis 35 Prozent.

Das Bundesumweltministerium (BMU) erklärt dies vor allem mit dem Preisverfall der Emissionszertifikate im EU-weiten Emissionshandel. Daher gebe der Emissionshandel nicht die erforderlichen Anreize für den klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung. Laut dem Projektionsbericht werden die in Deutschland vom EU-Emissionshandel erfassten Sektoren bis zum Jahr 2020 deutlich hinter dem angestrebten Ziel einer Minderung der Treibhausgasemissionen um 21 Prozent zurückbleiben. Dagegen würden die nicht vom Emissionshandel erfassten Sektoren Verkehr, Haushalte, Gewerbe, Gebäudeenergie und Landwirtschaft das Klimaschutzziel voraussichtlich erreichen. Allerdings gebe es hier noch erhebliches zusätzliches Minderungspotential, um so insgesamt das deutsche Klimaschutzziel zu erfüllen.
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