24.09.09 Finanzdienstleister , Fonds / ETF

Kritik am "Ampelcheck Geldanlage"

Kritik auch von Verbraucherschützern hat der "Ampelcheck Geldanlage" hervorgerufen, den die Verbraucherzentrale Hamburg entwickelt hat. Sie bewertet darin eine Reihe von Produkten nach den Ampelfarben, inwieweit diese für die Altersvorsorge tauglich sind. Fast alle Versicherungen werden in der Broschüre als ungeeignet für die Altersvorsorge bezeichnet. Gegenüber dem Anlegermagazin 'Börse Online' hat Manfred Westphal, Leiter des Fachbereichs Finanzdienstleistungen beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Broschüre „in der vorgelegten Form“ scharf kritisiert. Zwar bräuchten Verbraucher "bei den teilweise sehr komplexen Finanzprodukten" einfache Navigationshilfen, doch werde das Druckwerk "diesem Ziel nicht gerecht".

Westphal wandte sich dagegen, fast alle Versicherungen als ungeeignet für die Altersvorsorge einzustufen. „Bei ordentlicher Risikoaufklärung und Bedarfsklärung“ sei es durchaus möglich, Lebens- und Rentenpolicen abzuschließen. Er betonte, dass der Ampelcheck außerhalb der Verantwortung des vzbv erschienen sei; die Verbraucherzentralen der Länder seien rechtlich unabhängig.

Auch der Bund der Versicherten (BdV), eine privat finanzierte Verbraucherschutz-Organisation, wandte sich gegen die Broschüre. Pauschale Urteile seien bei Finanzprodukten unangebracht, "auch in diesem Fall", sagte die BdV-Vorsitzende Blunck gegenüber 'Börse Online'. Sie bezeichnete eine Ampelkennzeichnung als "absolut blödsinnig" und warnte: "Verbraucher, die ein grün bewertetes Produkt kaufen, wiegen sich in einer Scheinsicherheit."

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