Lateinamerikanischer Windpark mit Anlagen von Gamesa. Die Spanier haben in der Region umfassende Produktionskapazitäten aufgebaut. / Quelle: Unternehmen

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Kursspung der Windaktie von Gamesa nach ECOreporter-Tipp

Vier Monate nach der Kaufempfehlung von ECOreporter.de setzt sich der Aufwärtstrend für die Aktie von Gamesa Corp. Tecnologica weiter fort. Der Anteilsschein des spanischen Windkraftkonzerns legte heute in Frankfurt bis 10:30 Uhr knapp zwei Prozent auf nun 9,2 Euro zu. Wir hatten Ende Februar bei einem Kursniveau von 8,0 Euro die Aktie ausführlich analysiert und trotz der starken Wertzuwächse in den Vormonaten dazu geraten, in die Beteiligung zu investieren. Dabei verwiesen wir insbesondere auf die Vertreibsstärke der Spanier in Lateinamerika (hier  gelangen Sie zu unserem Aktientipp vom Februar). Die belegt ein neuer Auftrag, den die Spanier jetzt aus Uruguay erhalten haben. Wie Gamesa mitteilt, soll das Unternehmen mit Hauptsitz im baskischen Zamudio einen Windpark von Astidey SA mit Anlagen bestücken.

Die für das Projekt Talas de Maciel I georderten Windräder sollen eine Gesamtkapazität von zusammen 50 Megawatt (MW) erreichen und laut Gamesa in der Region Flores errichtet werden. Mit der Auslieferung werde noch in diesem Jahr begonnen, der Windpark werde bis Mitte 2015 ans Netz gebracht. Die Spanier wurden von Astidey auch damit beauftragt, die Windfarm für mindestens 20 Jahre zu betreiben.

In Lateinamerika hat Gamesa in 2013 fast die Hälfte des Jahresumsatzes erwirtschaftet. Das Unternehmen hat sich frühzeitig in diesem aussichtsreichen Wachstumsmarkt positioniert, in dem die Regierungen zunehmend auf Erneuerbare Energien setzen. Gamesa profitiert dabei zum einen von der kulturellenund sprachlichen Anbindung der Region an die frühere Kolinialmacht Spanien, zum anderen von der engen langjährigen Geschäftsbeziehung zum spanischen Energiekonzern Iberdrola, der bereits fest in Lateinamerika etabliert ist und Gamesa viele Türen zu diesem Markt geöffnet hat. In Uruguay hat Gamesa nach eigenen Angaben bereits Windkraftanlagen mit zusammen 100 MW ans Netz gebracht, mit dem neuen Auftrag werde dieser Bestand um 50 Prozent gesteigert.

Die Aktie von Gamesa hat zwar ihr Potential noch nicht ausgereizt, doch sollten Anleger nun die weitere Entwicklung und vor allem die Halbjahreszahlen abwarten. Dann lässt sich eher einschätzen, wie gut um die weiteren Wachstumsaussichten des Unternehmens bestellt ist. Diese hängen auch wesentlich vom indischen Windmarkt ab, in dem Gamesa ein führende Position besitzt. Der bleibt bisher unter seinen Wachstumsmöglichkeiten. Die Regierung will dort zwar verstärkt auf Windkraft setzen, doch bürokratische Hemmnisse erweisen sich immer wieder als Stolperstein für einen zügigen Windkraftausbau. In einigen Monaten dürfte mehr Klarheit darüber herrschen, ob Gamesa hier in der Tat ein deutliches Wachstum erzielen kann. Vorerst raten wir aber dazu, die Aktie zu halten, mit Kurziel 10 Euro.

Gamesa Corp. Tecnologica: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
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