13.04.10 Erneuerbare Energie

Macht eine bundesweit einheitliche Solarstromvergütung überhaupt Sinn?

Mit Blick auf die Diskussion zur Solarvergütung schlägt das Fachmagazin Photon nun vor, die Vergütungssätze nach Bundesländern zu differenzieren. Dadurch würden Solarstromanlagen deutschlandweit gleichmäßig attraktiv und der ungleichmäßige Zubau zu Gunsten der süddeutschen Bundesländer auf Kosten der Norddeutschen würde beendet, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Magazins.

Dabei stützen sich die Experten auf Zahlen der Bundesnetzagentur, wonach 39 Prozent der insgesamt in Deutschland in 2009 neu installierten Solarleistung in Bayern ans Stromnetz gebracht worden sei: Deutschlandweit seien mindestens 3.806 Megawatt Solarenergiekraftwerke installiert worden, doppelt so viel wie noch 2008. 1.485 Megawatt davon seien allein in Süddeutschland ans Netz gebracht worden, so Photon weiter.


Ursache für den hohen Zubau in Bayern und Baden-Württemberg (551 Megawatt) sieht Photon „die vergleichsweise hohe Sonneneinstrahlung in Süddeutschland“. Weil die Solarstromvergütung bundesweit einheitlich  sei, seien im Süden der Republik im Vergleich zum wolkigeren Norddeutschland überproportional hohe Gewinne mit Solaranlagen möglich, begründet das Magazin seinen Vorstoß.
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