18.05.09 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Marktdaten der weltweiten Solarzellenproduktion veröffentlicht - Deutsches Unternehmen auch 2008 Spitzenreiter, China im Vormarsch

Die weltweite Produktion an Solarzellen ist 2008 um 85 Prozent auf 7,9 Gigawatt (GW) gestiegen. Das hat das Fachmagazin Photon ermittelt. Ihm zufolge wurde damit der Wachstumsrekord von 2007 übertroffen, als die Produktion um 69 Prozent auf 4,3 GW kletterte. 2004 hatte die weltweite Produktion von Solarzellen erstmals die Schwelle von einem Gigawatt überstiegen. Seit 2003 wurde die Produktion verzehnfacht.

Die deutsche Q-Cells war laut Photon 2008 der weltweit führende Hersteller von Solarzellen. Wenn die US-amerikanische First Solar ihr enormes Wachstum beibehalte, könnte sie 2009 diese Spitzenposition erlangen. Durch sie sei zudem der Cadmiumtellurid-Anteil unter den Dünnschichttechnologien weiter gewachsen. Insgesamt sei der prozentuelle Anteil der Dünnschichtmodule an der Weltproduktion jedoch auch 2008 so gering wie seit Jahren ausgefallen und weiterhin Silizium die Grundlage fast jeder Solarzelle.

Auf Basis der für 2009 angestrebten Solarzellenproduktion dürfte die chinesische Suntech weltweit den 3. Rang auch in diesem Jahr behaupten. Sie visiert 0,8 GW an, Q-Cells 0,8 bis 1,0 HW und First solar 1 GW. Es folgen die japanische Sharp mit 0,6 GW und zwei chinesische Unternehmen: Yingli mit 0,55 GW und JA Solar mit 0,5 GW. Deutsche Unternehmen tauchen auf der prognostizierten Rangliste für 2009 erst wieder ab Platz 14 und 15 auf: Schott Solar und SolarWorld mit 0,29 GW.

Mit 32,7 Prozent wurde nach Angaben von Photon im Jahr 2008 knapp ein Drittel aller weltweit produzierten Solarzellen in China hergestellt. Im Vorjahr hatte der Anteil erst bei 28,1 Prozent gelegen. Dagegen sei der Anteil Deutschlands bei der Weltproduktion von 20,5 auf 18,5 Prozent gesunken.

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