Über geschlossene Fonds wird immer weniger Kapital für Windparks eingesammelt. / Quelle: Nordex

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Markteinbruch bei geschlossenen Erneuerbare-Energie-Fonds

Im vergangenen Jahr gab es einen massiven Markteinbruch bei geschlossenen Fonds. Privatanleger investierten in 2013 so wenig wie noch nie in diese Anlagekategorie. Das hat der Finanzdienstleister Feri EuroRating Services in einer Martstudie ermittelt. Er macht dafür vore allem die Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) im Sommer 2013 verantwortlich, das neue Spielregeln für Direktbeteiligungen eingeführt hat.

Der Studie zufolge verringerten sich in 2013 die Investitionen von Privatanlegern in geschlossene Fonds gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf nur noch 2,3 Milliarden Euro. Noch deutlicher war der Markteinbruch bei geschlossenen Fonds, die in Erneuerbare Energien investieren. Für solche Fonds wurde in 2013 nur insgesamt 0,2 Milliarden Euro bei Privatanleger eingesammelt. Das ist gegenüber 2012 ein Rückgang um 72 Prozent. Nur bei geschlossenen Schiffsfonds war der Schwund mit 76 Prozent noch größer. Geschlossene Erneuerbare-Energie-Fonds erreichten laut Feri nur noch einen Marktanteil von 8,7 Prozent. In 2012 waren es noch 18,9 Prozent gewesen. Hier dürfte sich auch die Unsicherheit über die Zukunft des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) belastend ausgewirkt haben.

Am besten hielt sich im vergangenen Jahr noch das Segment der Immobilienfonds mit einem Rückgang beim eingeworbenen Eigenkapital von 22 Prozent. 2013 flossen ihnen insgesamt rund 69,2 Prozent des insgesamt platzierten Eigenkapitals zu. Deutschland-Immobilienfonds stellten mit 1,1 Milliarden Euro beziehungsweise 49 Prozent des investierten Eigenkapitals das größte Teilsegment bei den geschlossenen Fonds. Das Gesamtinvestitionsvolumen aller geschlossenen Fonds sackte von 6,2 Milliarden in 2012 auf 4,0 Milliarden Euro ab.
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