Die Bank J. Safra Sarasin mit Sitz in Basel ist eine Pionierin des nachhaltigen Investments. Ihr einstmals tadelloser Ruf hat seit 2013 gelitten. / Foto: Unternehmen

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Medien: Festnahme im Fall Müller gegen J. Safra Sarasin

Neue Wende im Fall Erwin Müller gegen die Bank J. Safra Sarasin aus Basel: Offenbar haben die ermittelnden Behörden eine erste Festnahme im Zusammenhang mit den Geschäften gekommen sein, über die der 81-jährige Gründer der Drogeriekette Müller mit dem Bankhaus in Streit geraten ist. Laut eines Berichts vom „Handelsblatt“ ist der Festgenommene ein ehemals ranghoher Mitarbeiter, der J. Safra Sarasin im März 2014 verlassen und zur Privatbank Julius Bär gewechselt sein soll.

Müller zählt zu den Kunden von J. Safra  Sarasin, die bei dem Finanzinstitut, das bis zur Übernahme durch die brasilianische Safra-Gruppe als Bank Sarasin Firmierte, in Fonds investiert haben sollen, die dubiose Aktiengeschäfte zu Lasten Deutscher Steuerzahler betreiben. Über Leerverkäufe rund um den Dividendenstichtag konnten Anleger bei diesen Geschäften die Dividendensteuer mindestens zweimal erstatten lassen, obwohl sie nur einmal  gezahlt worden war. Der Staat stoppte diese doppelten Gutschriften und die Anleger gerieten in Streit mit der Bank. Zu den prominenten Kunden, die deshalb gegen J. Safra Sarasin juristisch vorgehen, zählt auch der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer (ECOreporter.de berichtete).

Die Privatbank Julius Bär erklärte gegenüber dem Handelsblatt, bei der aktuellen Festnahme handele es sich um eine „Angelegenheit, die nichts mit Julius Bär zu tun hat.“ Die zuständige  Staatsanwaltschaft und die Bank J. Safra Sarasin lehnten Stellungnahmen zum laufenden Verfahren indes ab.
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