16.03.12 Anleihen / AIF

Mikrofinanzspezialistin Oikocredit zieht positive Bilanz – mehr Kredite bewilligt

Die niederländische Mikrofinanzspezialistin Oikocredit 2011 deutlich mehr Entwicklungsfinanzierungen neu genehmigt als noch 2010. Das gab  die Genossenschaft bekannt. Demnach bewilligte die Entwicklungsgenossenschaft aus Amsterdam ,mit Förderkreisen unter anderem in Deutschland, 30 Prozent mehr neue Finanzierungen im Vorjahr.

Die laufenden und ausstehenden Finanzierungen von Entwicklungsprojekten und Mikrofinanzinstituten (MFI) stiegen damit um 9,2 Prozent auf 863.  Knapp vier Fünftel dieser Projekte waren Mikrofinanzierungen, also Kleinkredite und Darlehen an Fairtrade-Organisationen und kleine und mittelständische Unternehmen in Schwellenländern. Außerdem finanzierte Oikocredit unter anderem Landwirtschaft und Handel. Das Engagement des Entwicklungsfinanzierers habe somit weltweit mehr 26 Millionen Menschen in 70 Ländern erreicht, 84 Prozent davon Frauen und die Hälfte aus ländlichen Gebieten.

45 Prozent dieser Finanzierungen tätigte Oikocredit in Lateinamerika. Stark vertreten sind Projekte und MFI in Bolivien, Paraguay, Peru, Ecuador und Costa Rica, wo unter anderem Kleinbauern unterstützt werden. 28   Prozent entfielen auf Asien, wobei hier indische Mikrokreditnehmer eine große Rolle spielten. Mit insgesamt knapp 60 Millionen Euro vergab Oikocredit die mit Abstand meisten Kredite nach Indien. 15 Prozent des Oikocredit-Portfolios bezog sich auf Projekte in Afrika.
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