Spanischer Windpark von Enel. Die Aktie des Konzerns zählt zu den größten Beteiligungen der beiden Erneuerbare-Energien-Aktienfonds mit dem größten Wertzuwachs in 2016. / Foto: Unternehmen

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Mit Umweltaktien bis zu 19 Prozent Jahresgewinn: Die besten Erneuerbare-Energien-Aktienfonds in 2016

Erneuerbare-Energien-Aktienfonds investieren in Umweltaktien aus den Bereichen Klimaschutz und alternative Energien. Der beste von ihnen erreichte im Gesamtjahr 2016 fast 19 Prozent Wertzuwachs. Doch nicht für alle Erneuerbare-Energien-Aktienfonds und ihre Anleger war 2016 ein gutes Jahr. Jeder dritte dieser zwölf Fonds verzeichnete einen Jahresverlust. Der schwächste erwirtschaftete gar ein Minus von 27 Prozent. Der Solar & Sustainable Energy Fund der FiNet Asset Management AG aus Marburg erlitt diese hohen Verluste, weil er stark auf Solaraktien aus China setzt. Diese waren nach tiefen Einschnitten bei der chinesischen Solarförderung zur Jahresmitte 2016 massiv unter Druck geraten. Dagegen legten die Erneuerbare-Energien-Aktienfonds mit einer positiven Jahresentwicklung im Durchschnitt rund acht Prozent zu. 

Der DNB ECO Absolute Return von DnB Asset Management lag mit einem Jahresplus von 18,8 Prozent weit vorn und erlangte so den Titel „Fonds des Jahres 2016“. Dieser von Jon Sigurdsen und Christian Rom gemanagte Erneuerbare-Energien-Aktienfonds hat vor allem im November und Dezember kräftig zugelegt. Die Fondsmanager setzen besonders stark auf Aktien aus den Bereichen Erzeugung, Speicherung und Transport von Erneuerbarer Energie. Zu den größten Beteiligungen des Fonds zählen zum Beispiel die Biokraftstoffhersteller CropEnergies AG aus Deutschland sowie Renewable Energy Group und GreenPlains aus den USA. Eine große Beteiligung aus dem Ökostrombereich hält der Fonds des Jahres mit Enel aus Italien. Der Versorger betreibt im großen Umfang Windparks, Solarparks und Wasserkraftwerke.

Die Aktien im Portfolio des DNB ECO Absolute Return dürfen nicht gegen Ausschlusskriterien verstoßen. Nicht für das Investment in Frage kommen unter anderem Aktien von Ölkonzernen und von Unternehmen, die mit Menschenrechtsverletzungen oder schwerer Korruption in Verbindung stehen. Das hauseigene Nachhaltigkeitsresearch von DNB filtert Aktien heraus, die gegen die Vorgaben verstoßen. Es kooperiert dabei mit Spezialagenturen für Nachhaltigkeitsanalysen wie etwa Eiris-Vigeo.

DnB Asset Management (Link entfernt)  gehört zur norwegischen DNB-Gruppe und hat mehrere nachhaltige Fonds im Angebot. Der DNB ECO Absolute Return ist seit 2010 auf dem Markt und verfügt über rund zehn Millionen Euro Anlagevolumen. Anfallende Gewinne aus Aktienbeteiligungen werden nicht an die Anleger ausgeschüttet, sondern fließen dem Fonds für weitere Investitionen zu. Die Gesamtjahreskosten betragen 1,57 Prozent (Total Expense Ratio, TER).

DnB Renewable Energy mit acht Prozent Plus auf Rang 2

In der Jahresauswertung der Erneuerbare-Energien-Aktienfonds hat mit dem DnB Renewable Energy ein weiterer Fonds von DnB Asset Management den zweiten Platz erlangt. Dieser vor zehn Jahren aufgelegte Fonds verbesserte sich im Jahresverlauf 2016 um über acht Prozent und hielt damit die Konkurrenz auf Abstand. Bei der Titelauswahl weist der DnB Renewable Energy viele Überschneidungen mit dem DNB ECO Absolute Return auf. Was nicht verwundert, den auch für ihn sind Jon Sigurdsen und Christian Rom verantwortlich. Sie nehmen bei diesem Schwesterfonds aber etwas andere Gewichtungen vor, setzen hier insbesondere auf Grünstromaktien wie China Suntien Green Energy und den norwegischen Solarparkbetreiber Scatec Solar.

Dem Fondsmanagement stand zum Jahresende ein Anlagevolumen von rund 29 Millionen Euro zur Verfügung. Auch beim DnB Renewable Energy werden Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern wie beim DNB ECO Absolute Return thesauriert. Ebenso fallen bei diesem Erneuerbare-Energien-Aktienfonds Gesamtjahreskosten in Höhe von 1,57 Prozent an.

Die zehn besten Erneuerbare-Energien-Aktienfonds in 2016

*In Fremdwährungen notierende Fonds wurden umgerechnet.

Erneuerbare-Energie-Aktienfonds


Erneuerbare-Energie-Fonds investieren in Aktien. Sie unterscheiden sich von breit investierenden nachhaltigen Aktienfonds vor allem dadurch, dass es bei ihnen rein um das Thema Energie geht. Ethische, soziale oder ökologische Kriterien spielen eine geringere Rolle. Die Erneuerbare-Energie-Fonds gelten trotzdem als nachhaltig, weil sie sich auf Unternehmen konzentrieren, die Lösungen für bestimmte Umweltprobleme anbieten, etwa eine klimaschonende Energieversorgung. Dazu gehören Solar-, Windkraft und sonstige Erneuerbare-Energie-Technologien, Speicher, Elektromobilität, auch Biotreibstoffe, Stromleitungen und anderes. Gemein ist solchen Fonds, dass sie durch diese Konzentration auf Branchen mit großen Chancen auch höhere Risiken eingehen. Unsere Daten zur Wertentwicklung der Fonds stammen in der Regel von den Fondsbörsen.
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